Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Roche mit Doppel-Zulassung: Aktie mit erstem Kaufsignal

Roche kann sich zum Wochenschluss noch einmal freuen. Der Schweizer Pharmakonzern hat gleich für zwei Mittel die EU-Zulassung erhalten. Wie Roche mitteilte, hat die EU-Kommission für Gazyva/Gazyvaro zur Behandlung des follikulären Lymphoms grünes Licht gegeben, sowie für Actemra/RoActemra zur Behandlung von Riesenzellarteriitis, einer chronischen und lebensbedrohlichen Autoimmunerkrankung.

Bereits vor rund zwei Monaten hatte der Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eine positive Empfehlung für Actemra/RoActemra abgegeben. Eine Zulassung war deswegen bereits zu erwarten. Wie Roche erklärt, ist Actemra/RoActemra die erste Therapie in Europa für die Behandlung von Riesenzellarteriitis. Diese lebensbedrohende Autoimmun-Krankheit ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der sich Arterienwände, meistens der Kopfarterien, aber auch der Aorta und ihrer Verzweigungen entzünden. Diese Entzündung kann starke, hartnäckige Kopfschmerzen, Kopfhautempfindlichkeit sowie Kiefer- und Armschmerzen verursachen. Die Erkrankung ist schwer zu diagnostizieren und kann unbehandelt zu Erblindung, Schlaganfall oder Aortenaneurysmen führen.

Die Zulassung für Gazyva/Gazyvaro habe die EU-Behörde auf Basis der Daten aus der GALLIUM-Studie getroffen, so Roche weiter. Das Mittel könne künftig in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt werden, gefolgt von Gazyva ohne Chemotherapie bei Patienten mit Lymphdrüsenkrebs (follikuläres Lymphom), die zuvor nicht behandelt worden sind. Auch in den USA könnte das Mittel bald zugelassen werden. Dort wird es derzeit in einem beschleunigten Zulassungsverfahren (Priority Review) geprüft. „Jedes Jahr werden bei schätzungsweise 19.000 Menschen in Europa Follikel-Lymphome diagnostiziert, was als unheilbar gilt. Wir freuen uns, dass mit der heutigen Genehmigung von Gazyvaro, diesen Patienten jetzt eine bessere Erstbehandlungsoption zur Verfügung steht”, erklärt Sandra Horning, Chief Medical Officer und Head of Global Product Development von Roche.

Die Aktie von Roche hat nach einer ausgedehnten Konsolidierung in den vergangenen Tagen wieder deutlich zulegen können und dabei auch die wichtige Hürde „200-Tage-Linie“ überwinden können. Kann der Wert diesen Ausbruch bestätigen und gelingt auch der Sprung über die Marke von 250 Schweizer Franken, wäre dies ein klares positives charttechnisches Signal. Langfristig bleibt Roche einer der besten Pharmatitel. Auch bei der Dividendenrendite – derzeit 3,4 Prozent – brauchen sich die Schweizer nicht zu verstecken.

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| Marion Schlegel | 2 Kommentare

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