Roche
- Michel Doepke - Volontär

Dividendenperle Roche: Neuer Deal mit Halozyme – jetzt zugreifen?

Seit 2006 arbeiten Roche mit der Biotech-Firma Halozyme Therapeutics aus San Diego zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation konnte bereits ein Verabreichungsgerät für diverse Krebsmedikamente entwickelt werden. Nun haben die Schweizer einen weiteren vielversprechenden Deal mit der Biotech-Schmiede geschnürt: Die Halozyme-Aktie schnellt um 20 Prozent nach oben.

Halozyme hat die "Enhance"-Technologien an Roche auslizenziert und erhält damit eine Upfront-Zahlung von 30 Millionen Dollar. Bei entsprechenden Fortschritten winken dem kalifornischen Biotech-Unternehmen weitere Meilensteinzahlungen von bis zu 160 Millionen Dollar. Für die mit 1,8 Milliarden Dollar bewertete Halozyme ein guter Deal, den Anleger mit einem satten zweistelligen Kursplus honorieren.

Roche hingegen musste zuletzt mehrere Rückschläge verkraften: Gleich zwei Produkte sind in der entscheidenden dritten Phase der klinischen Entwicklung gescheitert. Im Bereich der Augenheilkunde floppte das Mittel Lampalizumab gegen geografische Atrophie. Dabei ließ die Wirksamkeit zu wünschen übrig. Und auch Zelobraf, welches gegen Hautkrebs nach einer Operation zum Einsatz kommen sollte, erreichte den definierten primären Endpunkt bei der ersten von zwei Studien nicht. Indes hat die Deutsche Bank das Kursziel für Roche von 260 auf 255 Schweizer Franken gesenkt. Unverändert lautet das Votum „Hold“. Analyst Tim Race habe im Zuge der schwachen Studiendaten seine Umsatz- und Ergebnisschätzung für das Augenheil-Mittel Lampalizumab aus seinem Bewertungsmodell herausgenommen.

Eingetrübtes Chartbild

Die zuletzt negativen Nachrichten gingen auch an der Roche-Aktie nicht spurlos vorbei. Seit Juni befindet sich das Papier im Abwärtstrend und sucht bislang nach einem Boden. Investierte Anleger sollten sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Langfristig ist der Roche-Konzern gut aufgestellt. On top belohnt Roche seine Aktionäre stets mit hohen Dividendenzahlungen. Ein Neueinstieg drängt sich aufgrund der charttechnischen Verfassung nicht auf.

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