Heidelberger Druckmaschinen
- Stefan Limmer - Redakteur

Real-Depot-Wert Heidelberger Druck: Das sagen die Analysten zum Turnaround

Heidelberger Druck hat in der vergangenen Handelswoche die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Trotz eines Umsatzrückgangs hat der angeschlagene Maschinenbauer seine Verluste weiter verringern können. Mittlerweile haben zahlreiche Analysten ihre Einschätzung überarbeitet.

Das Ergebnis nach Steuern ist zwar noch immer tiefrot, verbesserte sich im Vorjahresvergleich aber um 4 Millionen Euro auf minus 34 Millionen Euro. Der Umsatz sank indes um 14 Prozent auf 435 Millionen Euro. Die Geschäfte von Heidelberger Druck ziehen erfahrungsgemäß zum Ende des Jahres an. Dank eines harten Sparkurses war dem Unternehmen nach fünf Verlustjahren zum Geschäftsjahreswechsel der Weg in die schwarzen Zahlen gelungen.

Daumen hoch

Die Analysten sind durch die Bank optimistisch. Jedoch haben einige der Finanzprofis ihr Kursziel nach den jüngsten Zahlen reduziert. Das Analysehazs Warburg Research bestätigte das „Buy“-Rating. Den fairen Wert der SDAX-Aktie senkten sie jedoch von 3,90 auf 3,70 Euro. Grund für das reduzierte Ziel sind unter anderem höhere Pensionsrückstellungen als bisher angenommen, so Analyst Eggert Kuls.

Gordon Schönell vom Bankhaus Lampe sieht sich in seiner positiven Einschätzung mit Blick auf die operative Entwicklung im abgelaufenen Quartal sowie die Portfolioanpassungen bestätigt. Mit Veröffentlichung der Bilanz des ersten Geschäftsquartals hat  Heidelberger Druck umfassende Portfoliomaßnahmen wie etwa die Trennung von verlustbringenden Teilen im Bereich Weiterverarbeitungsmaschinen bekannt gegeben. Schönell bestätigte daher seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 3,10 Euro.

Auch die Deutsche Bank ist durchaus optimistisch für die weitere Entwicklung  des Konzerns. „Der Druckmaschinenhersteller könne durchaus ein profitables Unternehmen sein, das Barmittel erwirtschafte, wenn die aktuelle Neuorganisation funktioniere“, schrieb Analyst Adrian Rott in einer Branchenstudie. Der Experte empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf, reduzierte das Kursziel aber von 4,00 auf 3,30 Euro.

Investiert bleiben

Die horizontale Unterstützung bei der 2,20-Euro-Marke hat zuletzt gehalten.  Die nächste Hürde wartet nun bei 2,50 Euro. Die positiven Analystenstimmen und der eingeschlagene Turnaround des Konzerns dürften der Aktie Rückenwind verleihen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot weiter auf steigende Kurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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