Trina Solar Technology
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Rallye bei JinkoSolar und Canadian: Warnung vor Trina Solar!

Die Rallye ist in vollem Gange. Aktien chinesischer Solarmodulhersteller kletterten in den letzten drei Monaten rund 30 Prozent ins Plus. Rückenwind gibt eine weiterhin starke Nachfrage aus den USA – die nächsten Jahre hinweg wird dieser Solarmarkt mit jährlich mindestens 15 Prozent wachsen. Hauptgrund für die Rallye sind jedoch die Perspektiven im Heimatmarkt China. Nachdem zunächst Berichte über eine Abschwächung des Wachstums die Runde gemacht hatten, rückt jetzt eine neue Förderung der chinesischen Regierung in den Vordergrund.

Dezentrale Energie

Die National Energy Adminstration (NEA) will einer Mitteilung vom 2. September zufolge lokale – auch kleinere – Solarprojekte fördern, die den Strom direkt an Ort für Kunden bereitstellen können. DER AKTIONÄR hatte bereits vor einem Monat darüber berichtet, dass Module auf Schulen oder Firmendächern sowie der regionale Bezug von Solarstrom vorangetrieben werden soll. Offiziell hat die NEA dies jedoch erst jetzt gemeldet.

 

 

Probleme bei Trina Solar?

Auch Solar-Bär Gordon Johnson meldet sich zurück. Der Analyst hatte schon 2010 im Gespräch mit dem AKTIONÄR das „Solar-Armageddon“ vorausgesehen. Während er damit als einziger Analyst voll richtig lag, verpasste er nach dem Absturz jedoch die erneute Rallye der Solaraktien. Aktuell hat er vor allem Trina Solar im Visier. Er verweist auf um 35 Prozent gestiegene Forderung von Trina im letzten Quartal und gleichzeitig einen Rekordstand des Lagerbestandes an Modulen. Er sieht daher die Gefahr von Abschreibungen und eine anstehende Kapitalerhöhung, um die Bilanz zu stärken.

 

Für Mutige

Charttechnisch hat die mit einem 2015er-KGV von 10 bewertete Trina-Aktie wieder ein Kaufsignal generiert. Anstrengungen das Projektgeschäft zu stärken – also Module selbst zu verbauen und zu vermarkten – kommen im Markt gut an. Technologisch überzeugt der nach Yingli zweitgrößte Modulhersteller aufgrund der hohen Wirkungsgrade seiner Produkte ohnehin. Investierte Anleger bleiben dabei. Neueinsteiger sollten sich jedoch des von Gordon Johnson noch einmal thematisierten Risikos bewusst sein.

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