Novartis
- Marion Schlegel - Redakteurin

Novartis: Starker Dividendenzahler gibt wieder Gas

Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns ist seit dem Hoch Mitte 2015 jenseits der 100-Franken-Marke deutlich unter Druck geraten. Zuletzt konnte sich der Wert aber im Bereich von 67 Schweizer Franken stabilisieren und wieder den Weg gen Norden einschlagen. Mittlerweile befindet sich die Aktie nur noch knapp unterhalb des wichtigen Widerstands in Form der 200-Tage-Linie. Gelingt der Sprung darüber, wäre dies als Kaufsignal zu werten.

Ohnehin versucht sich der Pharmakonzern derzeit wieder fit zu machen. Seine mit Ertragsproblemen kämpfende Augenheilsparte Alcon hat Novartis zuletzt mit Zukäufen gestärkt. Mit einem Umbau und zusätzlichen Investitionen will das Unternehmen die Sparte zurück auf den Wachstumskurs bringen. Vor Kurzem verkündete das Unternehmen den Zukauf des US-Unternehmens Encore Vision. Die Firma mit Sitz in Texas hat sich auf die Entwicklung einer neuen Behandlungsmethode für Sehbeschwerden im Alter spezialisiert und soll frischen Wind ins Augenheilmittel-Geschäft bringen. Zudem hat die Novartis-Tochter Alcon von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für ein Augenlinsensystem für Patienten mit grauem Star erhalten. Bei dem System AcrySof IQ ReSTOR(R) +3.0D handle es sich um eine multifokale intraokulare Linse, die bei erwachsenen Personen etwa mit Altersweitsichtigkeit oder bereits extistierenden Hornhautproblemen zum Einsatz kommt. Die Linse ist in der EU, in Australien, Kanada und einer Reihe von Ländern in Lateinamerika und Asien auf dem Markt. In den USA rechnet Alcon noch im ersten Quartal 2017 mit der Markteinführung.

Aber auch die übrige Pipeline von Novartis konnte zuletzt den ein oder anderen positiven Treffer liefern. Vielversprechende Ergebnisse gab es beispielsweise im Bereich Brustkrebs. Aber auch andere Produktkandidaten sind auf einem guten Weg in Richtung Zulassung.

Nicht zu verachten bei der Aktie von Novartis ist außerdem die gute Dividendenrendite von rund vier Prozent für das kommende Jahr. Die Schweizer sind seit Jahren für ihre dividendenfreundliche Unternehmenspolitik bekannt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Pius Rohner -
    Ja ja, kaum hat das neue Jahr begonnen stehen bei Novartis in Griechenland auch schon wieder Korruptionsvorwürfe im Vordergrund. Ebenso ist bekanntgeworden, dass der Spitzenmanager in der Krebsforschung Alessandro Riva zur Konkurrenz wechselt. Wiederum gerät ein hervorragender Wissenschafter in den Sog von Umstrukturierungen. Langsam aber sicher stellt sich die Frage, ob der CEO seinen "Tanker" Novartis noch voll unter Kontrolle hat, oder ob der Kapitän auf der Brücke in die falsche Richtung fährt. Hoffen wir es nicht.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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