Nordex
- Werner Sperber - Redakteur

Nordex wird überraschen; Börsenwelt Presseschau IV

Die Experten des Anlegerbriefes vertrauen auf schrittweise steigende Gewinnspannen der Nordex SE, denn der auf Windkraftanlagen spezialisierte Konzern hat die Voraussetzungen für nachhaltiges, hohes Wachstum geschaffen. Wenn der Vorstand die mittelfristigen Ziele bekanntgeben wird, dürfte es deshalb zu einer Überraschung kommen. Nordex hat die Pläne, neue Märkte zu erschließen und auch die Sparte für Windkraftanlagen auf See (Offshore) aufgegeben. Das Unternehmen konzentriert sich seit dem vergangenen Jahr, seiner Größe entsprechend, auf den Kernmarkt Europa, Afrika und Naher Osten (EMEA, Europe-Middle East-Africa) und einige ausgesuchte Wachstumsmärkte sowie möglichst energieeffiziente Turbinen für den Betrieb an Land (Onshore). Diese Neuausrichtung beziehungsweise Rückbesinnung auf die Märkte in denen Nordex bereits eine Spitzenstellung erreicht hat, führte zu sehr guten Zahlen und der Ergebnis-Trendwende im vergangenen Jahr. Die Auftragslage wird weiterhin  besser. Im ersten Quartal des laufenden Jahres erhielt Nordex Bestellungen im Wert von 562 Millionen Euro. Das sind 71 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz erhöhte sich um 64 Prozent auf annähernd 425 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich von minus 0,7 Millionen auf plus 21,1 Millionen Euro und das Nettoergebnis von minus 8,4 auf plus 9,1 Millionen Euro. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr Erlöse von 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge zwischen vier und fünf Prozent. Diese bereits im Mai angehobenen Ziele dürften wohl bald noch einmal erhöht werden, denn der Vorstand dürfte in naher Zukunft neue Pläne bekanntgeben. Einen Anhaltspunkt für diese neuen Pläne liefert der kürzlich begonnene Ausbau der Rotorblattproduktion in Rostock. Dort sollen künftig die größten und modernsten Rotorblätter gebaut werden. Der Ausstoß soll sich von 300 Stück im vergangenen Jahr über 500 Stück in diesem Jahr auf 840 Stück im übernächsten Jahr erhöhen. Schätzungen zufolge soll Nordex in diesem Jahr 1,64 Milliarden Euro umsetzen und 0,55 Euro je Aktie verdienen, was einem KGV von 25 entspräche. Im nächsten Jahr sollen 1,8 Milliarden Euro erlöst werden, wobei der Gewinn je Aktie 0,78 Euro betragen soll, was einem KGV von 18 gleichkäme.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)




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