- Jonas Groß - Volontär

Nein zu Facebook, Ja zum IPO: Start-Up Snapchat kommt an die Börse

Bald steht ein Milliarden-Börsengang an. Wie am Mittwoch bekannt wurde, plant der Fotodienst Snapchat, der für seine von allein verschwindenden Bilder bekannt ist, ein IPO. Ein Zeitraum wurde noch nicht genannt. In den vergangenen Finanzierungsrunden war Snapchat von Investoren laut Medienberichten mit 15 bis 19 Milliarden Dollar (13,7 bis 17,5 Milliarden Euro) bewertet worden. Diese Bewertung dürfte als Orientierungshilfe für den Börsengang gelten.

IPO wegen Unabhängigkeit

Snapchat brauche den Börsengang, um unabhängig zu bleiben, sagte Mitgründer und Chef Evan Spiegel bei einer Konferenz des Technologieblogs "Recode" in der Nacht zum Mittwoch. "Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden."

Was macht Snapchat?

Bei Snapchat kann man Fotos und Videos verschicken, die sich nach dem Ansehen von allein löschen. Die App ist vor allem bei jungen Nutzern populär. In seinen Hauptmärkten komme Snapchat täglich auf 100 Millionen Nutzer, von denen 65 Prozent selbst Fotos sendeten, so Spiegel. Ende 2013 wollte Facebook Snapchat für drei Milliarden Dollar kaufen, doch das Gründerteam um Spiegel lehnte ab.

Snapchat will sich als Kanal für klassische Medien zu etablieren. In einem speziellen Bereich der App zeigen TV-Sender wie CNN und MTV ihre Videos, auch Print-Medien wie "Cosmopolitan", "People" und "Daily Mail " bringen Artikel und Bilder unter. Zudem will Snapchat zur Fotoplattform für große Events werden. Nutzer können sich entscheiden, Bilder etwa von Konzerten mit allen zu teilen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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