MOBILEYE
- Jochen Kauper - Redakteur

Mobileye setzt lieber auf BMW statt auf Tesla - ist die Aktie kaufenswert?

Mobileye hat vor wenigen Tagen die Zusammenarbeit mit Tesla gekündigt. Das „Verrückte“ daran: Mobileye setzt in Zukunft lieber auf BMW statt auf die Mannschaft von Visionär Elon Musk. „Wir haben einfach entschieden, wo wir unsere Ressourcen für die Zukunft der selbstfahrenden Autos konzentrieren wollen“, sagte Amnon Shashua, Cheftechnologe von Mobileye, auf einer Telefonkonferenz. Heißt im Umkehrschluss: „Wir wollen enger mit Herstellern wie BMW und Intel zusammenarbeiten und nicht nur reiner Zulieferer sein“, heisst es in einer Pressemitteilung von Mobileye.

Tesla verliert damit einen seiner wichtigsten Systemlieferanten im Bereich Sensorik für das Thema selbst fahrende Autos. Man werde Tesla zwar noch beim technischen Update bereits gelieferter Sensoren unterstützten, neue Hardware werde man an den Elektroauto-Pionier aber nicht liefern. Das sagte Mobileye-Mitbegründer Amnon Shashua bei Bekanntgabe der Quartalszahlen am vergangenen Dienstag.

 

Kritik an Tesla

Mobileye reagierte mit Kritik auf den Unfall eines Model S von Tesla, bei dem der Fahrer ums Leben kam. Das Tesla-System sei noch nicht ausgereift.

Auf der anderen Seite hat Mobileye vor wenigen Wochen eine Zusammenarbeit mit BMW und Intel bekannt gegeben. Gemeinsam werde man bis 2021 ein selbst fahrendes Auto bauen.

Spannende Aktie

Der Tesla-Anteil am Umsatz von Mobileye betrug lediglich rund zwei Prozent. Der Rücksetzer der Mobileye-Aktie nach der Ankündigung, dass die Zusammenarbeit beendet werde, ist nach Ansicht von DER AKTIONÄR überzogen. Die Firma mit Sitz in Israel ist eine spannende, wenn auch spekulative Wette auf die Autowelt von Morgen.

 

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