Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Milliardär Eric Sprott: Den Zentralbanken geht das Gold aus

Strebt der Goldpreis weiter nach oben? Ja, meint zumindest Milliardär Eric Sprott. Seiner Ansicht nach haben die westlichen Zentralbanken nur noch wenig Gold als Reserve. Seiner Ansicht nach führen die Manipulationen und die Befreiung von diesen Manipulationen und die weiter steigende Nachfrage zu einem deutlich höheren Goldpreis.

In einem auf der Internetseite von USAWatchdog erschienen Interview, erklärt Sprott, dass seinen Recherchen zufolge die Nachfrage nach Gold bereits in den vergangenen 14 Jahren das Angebot übersteigt. Gleichzeitig habe sich der Bestand bei den westlichen Zentralbanken deutlich reduziert. Die Verkäufe der ETFs im vergangenen Jahr hätten einzig dazu gedient, die Lücke teilweise zu füllen.

Manipulationen werden offensichtlich

Mittlerweile würden die Manipulationen beim Goldpreis immer mehr zu Tage treten. Dies zeige sich nicht zuletzt durch die Ermittlungen der BaFin. Seiner Ansicht nach werden die Manipulationen beim Goldpreis die Manipulation beim Libor noch übersteigen. Möglicherweise komme es schon bald zu Lieferengpässen. Die Nachfrage steige von Tag zu Tag.

Mit Blick auf die aktuelle Situation in der Ukraine und den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland seien derzeit zweierlei Ängste präsent, so Sprott weiter. Zum einen bestehe die Angst vor einem Krieg, der für jedermann verheerend wäre. Zum anderen fürchte man sich vor einem Zusammenbruch der Banken in der Ukraine. In beiden Fällen wäre finanzielle Unsicherheit die Folge und wann immer finanzielle Unsicherheit herrsche, werde Gold als sicherer Hafen angesteuert.

An seinem Kursziel für Gold hält Sprott übrigens fest: Er rechnet damit, dass der Goldpreis noch im laufenden Jahr auf 2.000 Dollar je Unze steigen wird. Dies wäre ein neues Allzeithoch. Auch für den Silberpreis bleibt Sprott optimistisch. Auch hier rechnet er mit Kursen jenseits der 50,00-Dollar-Marke.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 1 Kommentar

Goldexperte Bußler: „Eine schwarze Woche“

Keine gute Woche für Goldanleger: Der Goldpreis kam in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck, rutschte unter die 200-Tage-Linie und unter die vor allem psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar. Doch nach Ansicht von Markus Bußler ist das kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Es gibt … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Steigt Gold auf 1.600 Dollar?

Der Goldpreis fällt unter die Marke von 1.300 Dollar und bei den Anlegern macht sich Resignation und Frustration breit. Doch der mittel- bis langfristige Ausblick ist alles andere als frustrierend. Das jedenfalls glaubt Ian Telfer, Chairman von Goldcorp. Der einfache Grund: Alle großen Golddepots … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold bricht ein – was nun?

Der Goldpreis kommt am Dienstag deutlich unter Druck. Vor allem die steigenden Renditen bei US-Staatsanleihen belasten das Edelmetall. Dazu sorgt der stärkere Dollar für Druck. Mittlerweile wurden wichtige Unterstützungen gerissen, die 200-Tage-Linie wurde ebenfalls unterschritten. Höchste Zeit, … mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Der Bond-King spricht: Gold hat 1.000 Dollar Potenzial

Jeffrey Gundlach ist eine Legende. Als Manager des 9,3 Milliarden schweren TCW Total Return Bond Fund hat er sich einen Namen gemacht, bevor er DoubleLine Capital gegründet hat. Sein Spitzname: Der Anleihekönig. Jetzt sorgt er mit einer furiosen Aussage für Aufsehen: Gold hat das Potenzial um 1.000 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Das war knapp

Der Goldpreis hat eine verrückte Woche hinter sich: Am Mittwoch kletterte der Goldpreis auf ein neues 20-Monats-Hoch, nur um am Widerstand bei 1.366 Dollar zu scheitern. Anschließend ging es wieder bergab mit der Notierung für das gelbe Metall. Silber scheiterte im gleichen Moment an der … mehr