Marine Harvest
- Thorsten Küfner - Redakteur

Marine Harvest nach den Zahlen: Das raten jetzt die Analysten

Die Zahlen, die der weltgrößte Lachsproduzent Marine Harvest gestern vorgelegt hatte, waren sehr enttäuschend (siehe unter: Marine Harvest: Das schmerzt wirklich …). Bei einigen Kennzahlen lagen die Norweger unter sämtlichen Prognosen der Analysten. Dennoch bleiben einige Experten positiv für die Aktie gestimmt.

So haben von den sieben Analysten, die nach den gestrigen Ergebnissen ihre Empfehlungen ausgesprochen haben, nur zwei zum Verkauf geraten. Drei empfehlen nach wie vor den Kauf, zwei weitere stufen die Aktie mit Halten ein.
Dem Nachrichtendienst Bloomberg liegen aktuell insgesamt 16 Anlageempfehlungen von Analysten zu Marine Harvest vor – zum Teil auch etwas ältere vom Sommer 2017. Dabei raten sieben zum Verkauf, sechs zum Kauf und drei stufen die Papiere mit Halten ein. Das durchschnittliche Kursniveau liegt mit 144 Norwegischen Kronen nahezu exakt auf dem aktuellen Kursniveau.

Der Vorstand steuert gegen
Die schwachen Zahlen und die eher zurückhaltenden Analysteneinstufungen zeigen ganz klar, dass das Marktumfeld für Marine Harvest angesichts der niedrigen Lachspreise nach wie vor herausfordernd bleibt. Der Konzern selbst rechnet auch nicht mit einer raschen Erholung der Preise. Allerdings steuert der Vorstand dagegen an, will konsequent die Kosten senken und den Export nach China weiter ankurbeln. Dies kam gestern am Markt gut an, weshalb sich die Aktie nach schwachem Handelsauftakt zwischenzeitlich wieder deutlich erholen konnte.

 

Wer die Marine-Harvest-Papiere bereits im Depot hat, kann dabei bleiben und sollte den Stopp bei 13,10 Euro beachten. Noch nicht investierte Anleger sollten vorerst unverändert an der Seitenlinie zu verharren.

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