KUKA
- Michael Schröder - Redakteur

KUKA vor den Zahlen: Gelingt der Befreiungsschlag?

Der Roboter- und Anlagenbauer KUKA hat nach Einschätzung von Analysten ein stabiles Schlussquartal erzielt und die selbst gesteckten Ziele für das Gesamtjahr erreicht. Dank der weiter hohen Nachfrage aus dem Automobilsektor verbuchte der MDAX-Konzern nach Experten-Einschätzung steigende Auftragszahlen. Die Zahlen werden am morgigen (12. Februar) veröffentlicht.

Analysten erwarten bei KUKA im vierten Quartal ein Umsatzplus von 13 Prozent im Vorjahresvergleich auf 490 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte den Schätzungen in der gleichen Größenordnung auf bei 31,6 Millionen Euro zulegen. Unter dem Strich erwarten die Experten im Schnitt ein Ergebnis von 20,8 Millionen Euro - das wären fast 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis wird jedoch voraussichtlich noch nicht veröffentlicht.

Die eigenen Ziele für 2013 dürfte das Unternehmen erreicht haben. Die Augsburger hatten sich einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro vorgenommen. Die operative Marge (gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte bei rund 6,5 Prozent liegen. Von Interesse dürfte für die Analysten sein, wie die neue Frabrik in China angelaufen ist. Dort hat KUKA im Dezember eine eigene Produktion gestartet und schon Großaufträge eingesammelt. In drei bis fünf Jahren soll ein Drittel des Umsatzes aus China kommen, wie Vorstandschef Till Reuter zuletzt ankündigte.

Auch andere Regionen in Asien sind Wachstumsfelder des Unternehmens. Allerdings macht die Konkurrenz den Augsburgern zu schaffen. In Japan etwa können heimische Anbieter aufgrund des starken Währungsverfalls ihre Maschinen günstiger anbieten. So geht es für KUKA an die Marge, wenn das Unternehmen seinen Marktanteil verteidigen will.

Zu einem konkreten Ausblick dürfte sich das Management bei der Vorlage der vorläufigen Gesamtjahreszahlen am Mittwoch (12. Februar) wohl nicht äußern. Es ist den Experten zufolge aber abzusehen, dass 2014 für KUKA herausfordernd wird. Das Management ist - so beschreibt es etwa Analyst Holger Schmidt von Equinet - eher auf Langzeiteffekte aus als auf schnelle, aber kurzfristige Gewinne. So will KUKA in diesem Jahr eine Hochzinsanleihe aus dem Jahr 2010 abschließend zurückkaufen. Dies wird auch für 2014 eine Belastung bringen, Finanzvorstand Peter Mohnen stellt aber die Zinseinsparungen von 15 Millionen Euro heraus, die der Rückkauf künftig einspare.

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr dürften keine negativen Überraschungen beinhalten. Entscheidend ist der Ausblick. Kann KUKA-Vorstand Reuter die Investoren überzeugen, dass Roboter- und Anlagenbauer auch im laufenden Jahr weiter auf dem Wachstumskurs bleibt, dürfte die MDAX-Aktie ihre mehrmonatige Seitwärtsbewegung beenden und Kurs auf die 40-Euro-Marke nehmen. Ein Stopp bei 31 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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