Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Kaufen, kaufen, kaufen: Wer schnappt sich Commerzbank, Cancom und Co?

Siemens will zukaufen, SAP und Merck auch. Das Übernahmefieber ist ausgebrochen. Cancom, Qiagen, Commerzbank und Co - der Tisch mit Kaufkandidaten ist reich gedeckt. Diät war gestern, jetzt heißt es für Anleger: ohne Gewissensbisse zulangen und satte Gewinne einfahren.

Die Commerzbank, immerhin Deutschlands zweitgrößte Bank, könnte übernommen werden? Ja, aber nicht heute, nicht morgen, wahrscheinlich erst übermorgen. Entscheidend ist, wann sich der Bund von seinem 17-Prozent-Anteil trennen will. „Wir sind kein Eigentümer auf Dauer. Aber ich sehe auch keinen Grund, ausgerechnet jetzt auszusteigen“, sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Thomas Steffen, vor Kurzem dem Manager Magazin. Vor 2016 wird es sehr wahrscheinlich nichts mit dem Ausstieg.

Der Einstiegskurs des Bundes lag über 20 Euro. Noch wäre es also für ihn ein schmerzhaftes Verlustgeschäft. Sollte die Commerzbank allerdings weiter gute Fortschritte bei der Profitabilität machen und sich der Aktienkurs gut entwickeln, könnte der Bund früher oder später bei einem Übernahmeangebot schwach werden.

Als mögliche Käufer werden Banco Santander aus Spanien und die französische Société Générale gehandelt. Die werden mit großer Freude vernommen haben, dass die Commerzbank bei der Fokussierung aufs Kerngeschäft weiter sehr gut vorankommt. Das Portfolio an problematischen Schiffskrediten wird zusehends kleiner.

 

Cancom: Gewinner des NSA-Skandals

Der Späh-Attacken der Geheimdienste haben Cancom eine starke Sonderkonjunktur beschert. Cancom verfügt über eine eigene Cloud-Lösung, die auf eine wesentlich höhere Datensicherheit als die Konkurrenzprodukte verweisen kann. Die Experton Group schätzt, dass der Cloud-Computing-Markt in Deutschland von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2013 bis 2017 auf 18,6 Milliarden Euro wachsen wird. Potenzielle Übernehmer sind IT-Konzerne wie Bechtle, SAP, Symantec und Checkpoint Software.

Schaltbau: Signale auf Grün

Schaltbau stellt Bahnübergangssysteme, Türsysteme für Busse und Bahnen und Energieversorgungsanlagen für Schienenfahrzeuge her. Besonders viel Fantasie besteht in China und im arabischen Raum, da in diesen Regionen neue Schienenstrecken mit einer Gesamtlänge von gut 20.000 Kilometern gebaut werden. Aber auch in den USA und in Europa läuft das Geschäft aufgrund von milliardenschweren Ersatz­investitionen in die Schienen-Infrastruktur sehr gut. Schaltbau besticht durch die starke Wettbewerbsposition in mehreren Nischenmärkten; hinzu kommt die hohe Planbarkeit der Gewinne. Etwaige Aufkäufer sind Großkonzerne wie Siemens oder Verkehrstechnikkonzerne wie etwa Vossloh.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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