Siemens
- Stefan Limmer - Redakteur

Kahlschlag bei Ex-Siemens-Sparte

Die frühere Siemens-Sparte Unify, an der der DAX-Konzern noch beteiligt ist, plant einen tiefgreifenden Umbau und streicht etwa die Hälfte ihrer Arbeitsplätze. Auch bei Siemens stehen im Moment Arbeitsplätze zur Diskussion.

Mit dem Umbau soll Unify schlanker und an die veränderten Markterfordernisse angepasst werden. Wie viele Stellen in Deutschland betroffen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Unify ist aus der früheren Siemens-Sparte Enterprise Communications hervorgegangen. Das Unternehmen gehört noch zu 49 Prozent Siemens, die übrigen 51 Prozent hält die amerikanische Gores Group. Die IG Metall sprach von einem "Kahlschlag" und kündigte Widerstand gegen die Pläne an.

Kaeser macht alles neu

Siemens befindet sich derzeit im Umbau. Vorstand Joe Kaeser will den Konzern schlanker und effizienter machen. Weltweit sind laut Kaeser rund 11.600 Stellen vom Umbau betroffen, also gut drei Prozent der rund 366.000 Arbeitsplätze im Elektrokonzern. Anfang Mai hatte der Manager seine Pläne vorgestellt, zu konkreten Stellenzahlen aber geschwiegen. Überhaupt hat das Gezerre um den französischen Rivalen Alstom in den vergangenen Wochen bei Siemens einiges in den Hintergrund gerückt.

100-Euro-Marke im Visier

Der massive Umbau des Konzerns sollte sich bald auszahlen. Die Aktie dürfte dann auch dementsprechend wieder dreistellige Kurse in Angriff nehmen können. DER AKTIONÄR ist überzeugt von den Zukunftsaussichten des DAX-Titels und sieht das Kursziel bei 125 Euro. 

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Das kostet viel Geld

Nach den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Siemens-Aktie unter Druck geraten. Die Probleme in den Energiesparten sowie bei Prozessindustrie und Antrieben haben das Ergebnis belastet. Der Umbau, den Konzernchef Joe Kaeser konsequent vorantreibt, macht deshalb Sinn. Zunächst einmal kostet … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Der Termin steht – die Fragen bleiben

Mitte November will Siemens seine Stellenabbau-Pläne in der Kraftwerksparte sowie bei Prozessindustrie und Antrieben vorstellen. Bislang hat sich der Konzern noch nicht im Detail zu entsprechenden Medienberichten geäußert. Von Arbeitnehmervertretern wie auch aus der Politik hagelte es deshalb … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Die Zukunft beginnt jetzt

Digitalisierung und Industrieautomation spielen bei Siemens eine immer wichtigere Rolle. Dank der starken Position für die potenziellen Megatrends hat der Industriekonzern den ewigen Wettbewerber General Electric zuletzt abgehängt. Die Herausforderungen für Konzernchef Joe Kaeser bleiben aber groß. mehr