K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S nach den Zahlen: Das raten die Analysten

Die Aktie von K+S ist gestern nach schwachen Zahlen, einer enttäuschenden Gesamtjahresprognose sowie der Ankündigung, erst im zweiten Quartal 2017 die erste Tonne Kali in der wichtigen Legacy-Mine zu produzieren, erheblich unter Druck geraten. Wie stufen nun die Experten die Aktie ein?

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe bleibt beispielsweise zuversichtlich und hat die Einstufung für die MDAX-Titel auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Analyst Marc Gabriel erklärte, nach der Gewinnwarnung des Düngerherstellers Ende Juni habe der Fokus auf dem Ausblick gelegen. Die Aktie sei aber attraktiv für querdenkende Investoren, weshalb er sein Anlageurteil bekräftige.

Schwacher Ausblick
Die Commerzbank bekräftigte ihr Anlagevotum mit "Hold" und das Kursziel mit 19,50 Euro. Analyst Michael Schäfer betonte, die Aussagen zum Ausblick auf das Gesamtjahr werte er als "schwach". Die bringe Abwärtsrisiken bei seinen und auch den Marktschätzungen für 2016 mit sich.

Noch skeptischer gestimmt ist aktuell Bernhard Weininger von Independent Research: Er stuft die K+S-Aktie weiter mit „Sell“ ein und sieht den fairen Wert lediglich bei 17,00 Euro.

Von den derzeit 33 Analysten, die sich regelmäßig mit K+S befassen, raten nun 13 zum Kauf, zehn stufen die MDAX-Titel mit Halten ein, ebenfalls zehn empfehlen Anlegern den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 20,29 Euro, Tendenz sinkend.

Zu hohe Risiken
DER AKTIONÄR bleibt indes weiterhin zurückhaltend: Der trübe Ausblick, die weitere Verzögerung beim wichtigsten Konzernprojekt sowie die anhaltende Unsicherheit über die Nutzung wichtiger Minen in Deutschland sprechen aktuell gegen ein Investment. Anleger sollten daher weiterhin an der Seitenlinie verharren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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