K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Der nächste Tiefschlag für die Aktionäre

Die ohnehin bereits gebeutelten K+S-Anteilseigner müsse nun eine weitere bittere Pille schlucken: Der Produktionsstart in der wichtigen nordamerikanischen Legacy-Mine verzögert sich noch weiter. Demnach könne die erste Tonne Kali erst im zweiten Quartal 2017 gefördert werden. Die Aktie schmiert im vorbörslichen Handel ab.

Ursprünglich hatte K+S den Start zum Jahresende 2016 vorgesehen. Im Zuge des verzögerten Anfahrens werde die Produktion im kommenden Jahr auch unter dem erwarteten Volumen von bis zu einer Million Tonnen Kali liegen. Dennoch rechnet K+S weiter damit, dass Ende 2017 die angestrebte Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen erreicht wird. Mitte Juli war während eines Tests ein Prozessbehälter in einer Produktionsstätte der Mine beschädigt worden. Die neue Mine in Kanada ist die größte Investition in der Firmengeschichte und sollte maßgeblich dazu beitragen, die im Branchenvergleich relativ hohen Produktionskosten nachhaltig zu senken sowie den Kali-Ausstoß mittel- bis langfristig um bis zu 50 Prozent zu erhöhen.

Zu hohe Risiken
Die weitere Verzögerung beim wichtigsten Konzernprojekt sowie die anhaltende Unsicherheit über die Nutzung wichtiger Minen in Deutschland, wo wegen zu geringer Wasserstände immer wieder Kurzarbeit angeordnet werden muss, sind nicht gerade der Cocktail, der eine Aktie zu einem attraktiven Investment macht. Anleger sollten daher weiterhin an der Seitenlinie verharren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Margin Call -
    Ich halte Progonosen des Managements von K+S für genauso relevant wie den Wetterbericht für nächsten Monat. Das Management hat immer wieder zu optimistische Aussagen getätigt und damit gezeigt, dass Shareholder Value überhaupt nicht im Fokus steht und für mich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Ich würde diese Aktie alleine schon wegen des Managements nicht kaufen.

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