K+S
- Markus Bußler - Redakteur

K+S: Die neue Hoffnung namens Ossipow

Auch die hartnäckigsten Optimisten müssen mittlerweile einsehen: Das Jahr 2013 war für Aktionäre des Kali- und Salzproduzenten K+S eine Katastrophe. Während der DAX haussierte, verbuchte das Papier deutliche Verluste. Doch es gibt neue Hoffnung, dass sich die Lage im kommenden Jahr entspannt.

Der weltgrößte Düngemittelproduzent Uralkali bekommt Medienberichten zufolge nach schweren Turbulenzen einen neuen Vorstandschef. Der bisherige Aufsichtsratsvize des Chemieunternehmens Uralchem, Dmitri Ossipow, löse bei dem russischen Konzern Wladislaw Baumgertner ab, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Unternehmenskreise. Baumgertner steht derzeit wegen Betrugsvorwürfen unter Hausarrest. Der Uralkali-Umsatz war in den ersten neun Monaten des Jahres um ein Viertel auf rund 2,47 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro) eingebrochen.

Rückkehr zur Allianz?

Warum sind diese Nachrichten gut für K+S? Die meisten werden sich erinnern: Der Kurssturz bei K+S kam, als Uralkali die Vertriebsgemeinschaft mit Belaruskali aufgekündigt hat. Die Kalipreise gerieten ins Rutschen, da die Anbieterseite, die im Wesentlichen aus zwei Kartellen bestand, ins Wanken geriet. Doch mit dem Wechsel an der Spitze und dem neuen Großaktionär kehrt die Hoffnung zurück, dass sich Belaruskali und Uralkali wieder zusammenschließen. Belaruskali wird sich dagegen kaum wehren. Weißrussland ist klamm bei Kasse. Und der Staat ist dringend auf die Devisen durch den Verkauf von Bodenschätzen wie Kali angewiesen. Höhere Preise bedeuten für Weißrussland höhere Gewinne.

Bleibt noch der Blick auf die Charttechnik. Hier gibt es keine Neuigkeiten: Die Aktie notiert nach wie vor in ihrem Seitwärtstrend. Ein Kaufsignal würde erst durch den Ausbruch über das Zwischenhoch bei 23,70 Euro geniert werden. Dagegen sollten Anleger bei einem Rutsch unter 18,50 Euro die Reißleine ziehen. Dann droht ein Test des Tiefs bei 15,02 Euro.

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