Heidelberger Druckmaschinen
- Stefan Limmer - Redakteur

Heidelberger-Druck-Aktie: 30 Prozent Potenzial nach Ausbruch

Am Donnerstag ist die Aktie von Heidelberger Druck mit Abstand der stärkste Wert im SDAX. Der positive Konzernausblick und positive Analystenstimmen sorgen für gute Stimmung unter den Marktteilnehmern. Durch das Kursplus hat sich die charttechnische Situation der Aktie aufgehellt.

Das Unternehmen treibt seinen Konzernumbau voran. Dabei sollen Kosten eingespart, aber auch in Wachstumssegmenten zugekauft werden. Dank eines strikten Sparkurses hatte sich Heidelberger Druck bereits im Geschäftsjahr 2013/2014 zum ersten Mal seit fünf Jahres wieder einen Jahresüberschuss erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 sind weitere Ergebnisverbesserung geplant und für 2015/16 wird eine operative von mindestens acht Prozent angestrebt so das Unternehmen.

Optimistische Analysten

Die angehobenen Ziele kommen auch bei den Analysten gut an. Das Analysehaus Warburg Research hat Heidelberger Druck von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 2,50 auf 3,60 Euro angehoben. Der Druckmaschinenhersteller habe seine mittelfristigen Ziele erhöht, so Analyst Eggert Kuls. Seit der neue Konzernchef das Ruder übernommen habe, erfülle das Unternehmen seine Ziele. Auch im schweren Marktumfeld mit negativen Währungseinflüssen sei die "schwarze Null" erreicht worden.

Auch die Commerzbank empfiehlt Heidelberger Druck mit einem Kursziel von 3,50 Euro. Analyst Daniel Gleim rechnet in den nächsten acht Wochen mit einigen Portfolio-Maßnahmen. Damit verbundene zusätzliche Restrukturierungskosten dürften zwar zunächst das Ergebnis belasten, der Markt werde aber wohl über die zeitlich begrenzten Effekte hinwegsehen und die Portfolio-Maßnahmen als starken Impulsgeber sehen.

Kaufsignal ausgelöst

Mit dem Ausbruch über den horizontalen Widerstand bei 2,60 Euro hat die Heidelberger-Druck-Aktie ein Kaufsignal ausgelöst. Risikobewusste Trader können auf den fahrenden Zug aufspringen. Die nächste charttechnische Hürde wartet im Bereich der 3-Euro-Marke. Ein Stopp knapp unter dem Ausbruchslevel sichert die Position nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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