K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

Hat K+S manipuliert?

Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, ist gegen den Düngemittel- und Salzhersteller K+S Strafanzeige wegen des Verdachts der versuchten Gewässerverunreinigung im besonders schweren Fall erstattet worden. Demnach soll das Unternehmen Unterlagen „bewusst und vorsätzlich“ manipuliert haben.

Es geht hierbei um die Versenkung der in der Produktion anfallenden Abwässer. Um die ursprünglich zum 1. Dezember ausgelaufene Genehmigung zu verlängern, hat K+S nun versucht, in einem 3D-Grundwassermodell die Unbedenklichkeit der Salzwasser-Versenkung nachzuweisen. Hierbei soll der DAX-Konzern laut dem Anwalt der thüringischen Gemeinde Gerstungen bekannte und relevante Daten nicht in das Modell miteinbezogen haben.

Ein K+S-Sprecher wies die Vorwürfe bereits entschieden zurück. Der Konzern habe „ein wahrheitsgemäßes Bild der Gegebenheiten im Untergrund gezeichnet. Die Daten würden bis zu 90 Jahre zurückreichen.

Im Auge behalten
Anleger sollten die Rechtsstreitigkeiten weiter im Auge behalten. Nichtsdestotrotz sind die mittel- bis langfristigen Aussichten für die Aktie gut. Das Bewertungsniveau ist sehr günstig (KGV von 10; KBV von 1,1 und eine Dividendenrendite von fast fünf Prozent). Zudem sollte ab 2016 die Inbetriebnahme der wichtigen Legacy-Mine die Umsätze und Gewinne des DAX-Konzerns nachhaltig ankurbeln. Mutige Anleger können weiter zugreifen (Stopp: 21,50 Euro).

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Deshalb steigt die Aktie

In einem heute eher mauen Handel zieht die Aktie von K+S kräftig an. Die Papiere des Düngemittel- und Salzherstellers kletterten zwischenzeitlich um fast vier Prozent und generierten damit ein kurzfristiges Kaufsignal. Was sind die Hintergründe für diesen deutlichen Kursanstieg beim MDAX-Titel? mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Deutsche Bank rechnet mit Gewinneinbruch

Die Anteile des Düngemittel- und Salzherstellers K+S leiden im heutigen Handel unter zwei negativen Analystenstudien. So hat das Analysehaus Bernstein die Gewinnschätzungen reduziert und das Kursziel von 22,00 auf 20,00 Euro gesenkt. Und die Deutsche Bank ist sogar noch deutlich skeptischer. mehr