DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Grüne Vorzeichen für den DAX - wann fällt die 10.000?

Trotz der heftigen Wahlschlappe am Sonntag für die Volkslparteien steht dem deutschen Aktienmarkt ein freundlicher Wochenstart ins Haus. Positive Vorgaben aus Amerika und aus Asien - insbesondere aus China - sorgen auch in Deutschland für grüne Vorzeichen. Jetzt gilt es zwei wichtige Chartmarken zu überwinden.

Chinas Börsen profitierten am Montag von der Aussicht auf Reformen für den heimischen Aktienmarkt. Die Börsen in Shanghai und Shenzhen legten zum Wochenauftakt bis zum späten Handel zweieinhalb bis viereinhalb Prozent zu. Liu Shiyu, Vorsitzender der chinesischen Börsenaufsicht, hatte am Samstag anlässlich der Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses in Peking vor Journalisten gesagt: "Wir können die Interessen von Investoren nur schützen, wenn wir die Entwicklung des Marktes vorantreiben."

Der Nikkei stieg bis zum Handelsschluss um 1,7 Prozent hoch und damit deutlich über die Marke von 17.000 Punkten. Ein schwächerer Yen und positive Nachrichten aus dem Maschinenbau stützten den Markt.

10.000 im Visier

Für den DAX heißt es jetzt, dass er zunächst einmal den Widerstand von 9.900 Punkten überwinden muss. Am Donnerstag, nach der EZB-Entscheidung, notierte der Index schon einmal bei 9.995 Zählern, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Gelingt der Ausbruch über 9.900, wartet bereits bei 10.000 Punkten die nächste Hürde. Im Anschluss hätte der deutsche Leitindex Platz bei zur unteren Gap-Kante der Abwärtslücke von Anfang dieses Jahres (10.460). In diesem Bereich verläuft auch der seit April 2015 gültige Abwärtstrendkanal.

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Sukzessive einsteigen!

DER AKTIONÄR rät trading-orientierten Anlegern zum Kauf des Turbo-Optionsscheins mit der WKN DG0LS0, sobald der DAX die Marke von 9.900 überwindet. Es sollte aber noch nicht alles auf eine Karte gesetzt werden. Erst wenn die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke überwunden wird, empfiehlt es sich die Position aufzustocken. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV (www.deraktionaer.tv) oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

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