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- Michael Schröder - Redakteur

Griechen sagen "NEIN": Droht nun ein Börsen-Crash? Erste Einschätzungen und Stimmen zu DAX, Griechenland und Co

Beim Referendum in Griechenland deutet sich ein klarer Sieg des "NEIN"-Lagers um Ministerpräsident Alexis Tsipras an. Das "NEIN" der Griechen zu den Reformvorschlägen der Geldgeber dürfte DAX und Co belasten. Allerdings sehen manche Experten den Bruch Griechenlands mit dem restlichen Europa als Chance für einen Neuanfang - auch an der Börse. Bis die Kurse wieder steigen, brauchen die Anleger aber starke Nerven. Vor allem am Montag.

Griechenland sagt "NEIN" - und kann damit die Euro-Zone retten, schreibt das Manager-Magazin online. Was das „NEIN“ der Griechen für Europa bedeutet, erklärt die Bild-Zeitung. Was Europa jetzt tun muss, weiß das HandelsblattErste Stimmen und Kommentare gibt es auf FAZ.net


Wie geht es in der Griechenland-Krise weiter?
Montag, 6. Juli: Kanzlerin Angela Merkel trifft in Paris den französischen Präsidenten François Hollande, um über die Konsequenzen aus dem griechischem Referendum zu beraten.

Dienstag, 7. Juli: EU-Gipfelchef Donald Tusk will im Straßburger Europaparlament über die Situation im Euro-Krisenland sprechen. Frühestens am Dienstag könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen.

Freitag, 10. Juli: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von zwei Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.

13. Juli: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen.

17. Juli: Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.

20. Juli: Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben, um diese zu unterstützen.

Wie reagieren DAX und Co?
Zuletzt wurden DAX und Co vornehmlich von den Ereignissen rund um den Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Gläubigern bewegt. Daran dürfte sich auch in der kommenden Woche nichts ändern. Worauf müssen sich die Investoren nach dem "NEIN" einstellen? boerse.ARD.de stellt ein mögliches DAX-Szenario vor.

Dass sich der Markt an Enttäuschungen gewöhnt hat, zeigte bereits die vergangene Woche. Nach einer wiederholten gescheiterten Einigung blieben die griechischen Banken geschlossen. Der DAX erlebte am Montag zwar seinen größten Tagesverlust seit Jahren und wurde im Wochenverlauf auch mal unter die Marke von 11.000 Punkten gedrückt, erholte sich aber immer wieder. Ähnliches könnte sich in der neuen Woche wiederholen.

Eine genaue Prognose fällt aber schwer. Sicher ist: Die Börsianer rund um den Globus wünschen sich zur Zeit nichts sehnlicheres, als das dieses Drama in seinen letzten Akt geht und der Vorhang fällt. Danach könnten sich die Finanzmärkte zur Abwechslung wieder einmal auf fundamentalere Faktoren konzentrieren. Davon gibt es in dieser Woche einige. Zur Wochenmitte hin dürfte die Frage über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA und in Großbritannien im Fokus stehen: Am Mittwoch wird das Protokoll der US-Notenbanksitzung vom 17. Juni veröffentlicht, und am Folgetag entscheidet die Bank of England über den Leitzins. Auch in China stehen über kurz oder lang Zinsentscheidungen an. Deswegen dürften die Verbraucher- und Produktionspreise am Donnerstag die Börsianer interessieren. 

 

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