Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Goldpreis verliert weiter – Bullenmarkt schon zu Ende?

Auch nach dem deutlichen Ausverkauf am Dienstag setzt der Goldpreis seine Talfahrt vorerst fort. Zuletzt rutschte die Notierung unter die psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar und notiert derzeit bei rund 1.267 Dollar. Gute US-Konjunkturdaten, die Leitzinsanhebungen zur Folge haben könnten, drückten auf den Kurs. In den USA kletterte der ISM-Dienstleistungsindex auf ein 11-Monatshoch und signalisiert eine robuste Konjunkturentwicklung. Dieser Sektor machte einen Großteil der US-Wirtschaft aus. Damit steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung. Zudem gab es Gerüchte, die Europäische Zentralbank könnte ihre Anleihekäufe früher als erwartet schrittweise zurückführen. Bisher wollte die EZB das Anleihekaufprogramm bis in den März 2017 hinein fortführen.

Anleger in Zinsangst

Am Dienstag war der Goldpreis zügig um etwa 40 Dollar abgesackt. Dabei wurden wohl auch zahlreiche Stopps ausgelöst. Mittlerweile ist Gold wieder so wenig Wert wie seit dem Brexit-Referendum Ende Juni nicht mehr. Die Analysten der Commerzbank erklärten den Preiseinbruch mit steigenden Zinserwartungen in den USA. Am Dienstag hatten sich zwei US-Notenbanker, die allerdings für eine straffe geldpolitische Haltung bekannt sind, für eine baldige Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende durch die US-Notenbank Fed ausgesprochen. Daraufhin stiegen die Zinsen für Staatsanleihen spürbar an, was Gold unter Druck setzte. Der Grund: Ein großer Nachteil der Goldanlage ist, dass sie zinslos ist. Steigen die Marktzinsen, verliert Gold in der Regel an Attraktivität.

Kurzfristig ist der Goldpreis nun tatsächlich charttechnisch angeschlagen, langfristig bleibt das Edelmetall aber höchst interessant. Anleger sollten versuchen bei der aktuellen Korrektur mit Abstauberlimits günstig zum Zuge zu kommen. Zudem lassen sich in einer Schwächeperiode die physischen Bestände weiter ausbauen.

(Mit Material von dpa-AFX)


Gold - Player, Märkte, Chancen
 
 
 
 

Autor: Bussler, Markus
ISBN: 9783864703980
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 14.09.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Das Edelmetall zieht die Menschen seit Jahrhunderten in seinen Bann. Papiergeldwährungen sind gekommen und gegangen. Doch Gold hat den Wohlstand seiner Besitzer gesichert – und dieser Aspekt ist in Zeiten der ultra­lockeren Geldpolitik der Notenbanken aktueller denn je. In »Gold – Player, Märkte, Chancen« entführt Markus Bußler die Leser in die faszinierende Welt des Goldes. Egal ob Münzen, Barren oder Goldminen-Aktien – hier erfährt der Leser, welche Fallstricke es zu ­meistern gilt und wie man sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes am besten und sichersten zu Gold macht.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Gold: Ein Ausrufezeichen!

Es ist schwer zu sagen, wieviele Hände man bräuchte, um die Experten abzuzählen, die sich sicher waren: Hebt die Fed die Zinsen an, dann crasht Gold. Aber das Gegenteil ist geschehen. Der Goldpreis hat nach dem Zinsentscheid deutlich angezogen und sendet ein Lebenszeichen. Die Konsolidierung der … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Rock 'n' Roll in der 2. Reihe

Der Goldpreis scheint sich im Bereich von 1.200 Dollar stabilisieren zu wollen. Doch derzeit wartet alles auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch. Die Fed wird die Zinsen voraussichtlich anheben. Das könnte zwar noch kurzfristig für Druck sorgen. Dennoch: Der Großteil sollte längst eingepreist … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: 1.000 Dollar bis Sommer?

Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen deutlich Federn lassen müssen. Ein stärkerer Dollar, die anstehende Zinsanhebung in den USA und die Charttechnik belasten das Edelmetall. Und schon werden die Stimmen lauter, die Gold unter 1.000 Dollar fallen sehen. Und das womöglich schon in diesem … mehr