Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold-Crash: Ziel 938 Dollar?

Der Goldpreis hat die Marke von 1.180 Dollar verteidigt und konnte notiert mittlerweile sogar wieder über 1.200 Dollar. Doch zum durchatmen ist es noch zu früh. Das meint jedenfalls Markus Bußler, Rohstoffexperte des Anlegermagazins DER AKTIONÄR. Nach wie befindet sich der Goldpreis im Abwärtstrend. Erst ein Sprung über die Marke von 1.242 Dollar würde das Chartbild aufhellen.

„Derzeit hält sich der Goldpreis haargenau an unser Szenario“, sagt Bußler in der Sendung „Börse live – Gold spezial“ des Deutschen Anlegermagazins. Im frühen Montagshandel sei ein Test des Tiefs erfolgt. Der Goldpreis rutschte bis auf 1.183 Dollar je Unze ab, drehte dann aber noch oben und legte einen schönen Intraday-Turnaround hin. „Ich glaube nicht, dass das der letzte Test dieser Marke gewesen ist.“ Dennoch rät er Anlegern, die der Empfehlung gefolgt sind und einen Put gekauft haben, den Stopp auf Einstand nachzuziehen. Damit könnten sie der Goldpreisentwicklung praktisch ohne Risiko zusehen.


Ein Extrem-Szenario hätten mittlerweile die technischen Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse aufgemacht. Sie sehen den Goldpreis unter 1.000 Dollar rutschen. Ihr Kursziel liegt bei 938 Dollar. Auch wenn dies nicht ausgeschlossen sei, da der Markt derzeit zu Übertreibungen neige, zeigt sich Bußler skeptisch. „Ich glaube nicht, dass wir einen derartigen Abverkauf sehen werden. Dieses Szenario ist mir zu pessimistisch.“

Blackheath: Es kommt Bewegung in die Sache
Auch die Aktie des Wolfram-Explorers Blackheath Resources bleibt eine spannende Spekulation. Die Aktie hat sich ein Jahr kaum bewegt. Doch in den vergangenen Tagen kam Bewegung in die Sache. „Der Wolframmarkt wird komplett von China kontrolliert“, sagt Bußler. Jetzt sollen auch bei Blackheath chinesische Investoren interessiert sein. Zudem könnten gute Bohrergebnisse anstehen und auch eine NI 43-101 konforme Studie könnte noch in diesem Jahr für einen positiven Newsflow sorgen. Anleger sollten ihre Order aber streng limitieren, da das Papier sehr markteng ist.

Im Rahmen von Zuschauerfragen geht es diesmal um den Nachkauf eines Faktor-Zertifikats auf Silber. „Ich halte nichts davon, in fallenden Märkten eine Position zu verbilligen“, sagt Bußler. Dies sei verkehrt. Die oberste Prämisse sei stets der Kapitalerhalt. Daher sollten Anleger lieber einen kleinen Verlust über Stoppkurse realisieren, als schlechtem Geld noch gutes hinterherzuwerfen. Weitere Fragen betreffen den Goldproduzenten AngloGold Ashanti, MNP Petroleum und die afrikanischen Produzenten, die Probleme mit der Ebola-Epidemie bekommen könnten. Die komplette Sendung können Sie gleich hier abrufen.

 

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  • Michael Schröder -
    Ist das Szenario von Credit Suisse wirklich zu pessimistisch, ich bin mir nicht sicher.

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| Markus Bußler | 0 Kommentare

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