Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold bricht ein – was nun?

Der Goldpreis kommt am Dienstag deutlich unter Druck. Vor allem die steigenden Renditen bei US-Staatsanleihen belasten das Edelmetall. Dazu sorgt der stärkere Dollar für Druck. Mittlerweile wurden wichtige Unterstützungen gerissen, die 200-Tage-Linie wurde ebenfalls unterschritten. Höchste Zeit, das Handtuch zu werfen?

An dieser Stelle sei an einen Artikel von Anfang April erinnert. Das Fazit: „Vermutlich wird Gold noch einmal zurücksetzen müssen, um die COT-Daten zu bereinigen und das Misstrauen gegen das gelbe Metall wieder zu schüren. Anschließend sollte der Weg aber frei sein ….“ Sicher, zwischenzeitlich sah es so aus, könnte Gold tatsächlich nach oben ausbrechen. Aber dieser Ausbruch gelang eben nicht. Und der Rücksetzer – auch wenn er aktuell heftig ist – ist die logische Folge.

Sieht man sich den Chart genauer an, dann sieht man, dass Gold sowohl vor dem Anstieg Mitte vergangenen Jahres als auch vor dem Anstieg im Dezember für wenige Tage unter die 200-Tage-Linie abgetaucht ist und damit zahlreiche Anleger aus dem Markt vertrieben hat. Wiederholt sich dieses Szenario? Die COT-Daten sehen wieder deutlich besser aus und sprechen eigentlich für einen Boden. Kurzum: Vorsichtige Anleger bleiben am Seitenrand. Für mutige, antizyklisch agierende Investoren bietet dieses Szenario aber eine (riskante) Kaufchance.

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