Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Zwischen Irak-Konflikt, Ukraine-Krise und der Angst vor steigenden Zinsen

Der Goldpreis gibt im europäischen Handel wieder einen Großteil seiner Gewinne der vergangenen Tage ab. Zum einen sind es Gewinnmitnahmen, die den Goldpreis unter Druck bringen, zum anderen wollen Investoren vor dem Treffen der US-Notenbank keine großen Positionen aufbauen. Zu groß ist die Angst vor negativen Überraschungen.

Dabei dürfte es weniger um die zurückgefahrenen Anleihekäufe der US-Notenbank FED gehen, als vielmehr um mögliche Anzeichen einer Zinserhöhung. Chen Min, Edelmetall-Analyst bei Jinrui Futures in Shenzen sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, er rechne mit fallenden Goldpreisen zum Jahresende. Dann dürften Gerüchte um eine Zinserhöhung in den Fokus der Anleger rücken.

Irak-Konflikt verdrängt
Diese Zinsangst verdrängt derzeit auch die geopolitischen Sorgen. Zuletzt hatte der Goldpreis vor allem vor den Hintergrund der Unruhen im Irak Auftrieb erhalten. Anleger fürchten offensichtlich, dass das Land weiterhin im Bürgerkrieg versinkt. Und die USA erneut in einen Krieg hineingezogen werden könnten, den sie eigentlich schon beendet geglaubt haben. Zudem ist auch die Ukraine-Krise längst nicht ausgestanden.

Vor dem für Mittwoch erwarteten Statement der US-Notenbank dürfte es mit dem Goldpreis nicht weiter bergauf gehen. Zu groß ist die Angst vor einer – neuerlichen – negativen Überraschung. Diese Angst dürfte größer sein als die Bedenken, die Krise im Irak könnte sich ausweiten. Aus charttechnischer Sicht deutet nach wie vor vieles auf einen Test der enorm wichtigen Unterstützung im Bereich von 1.180 Dollar hin. Dann könnte die zyklische Bodenbildung ihren Abschluss finden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Kampf mit dem Dollar

Der Goldpreis steht seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten unter Druck. Im Gegenzug konnte der US-Dollar deutlich zulegen. Getrieben durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen ist die Zinsdifferenz zu anderen Währungsregionen gestiegen. Und das macht die Anlage im US-Dollarraum … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ist das der neue Bärenmarkt?

Der Goldpreis nähert sich mit großen Schritten dem wohl wichtigsten Bereich in diesem Jahr: 1.180 bis 1.170 Dollar. Hier liegt die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Fällt das Edelmetall darunter, dann würde massiver technischer Schaden entstehen. Wenngleich im Bereich von 1.150 Dollar noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Jetzt MÜSSEN die Bullen kontern

Für die Goldbullen sind die wichtigsten Tage des Jahres angebrochen: Es steht der zu Beginn des Jahres angebrochene Aufwärtstrend auf dem Spiel. Die wichtigste Unterstützung liegt zwischen 1.180 und 1.170 Dollar. Fällt der Goldpreis unter diese Unterstützung, trübt sich das Bild für den Goldpreis … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein blutiger Donnerstag

Die Trump-Euphorie währte nur kurz. Binnen weniger Stunden drehte der Goldpreis nach der Wahl Donalds Trump zum US-Präsidenten von über vier Prozent Plus ins Minus. Und die Goldminenaktien erlebten ihren schwärzesten Tag seit langen. „Der Sell-off nimmt seinen Lauf“, sagt Markus Bußler. Die … mehr