Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Zurück auf 1.180 Dollar?

Der Feiertag in den USA scheint den Weg für einen Abverkauf bei Gold zu ebnen. Der Goldpreis knickt bereits im asiatischen Handel ein. Bei dem einen oder anderen Anleger werden vielleicht die Alarmglocken schrillen. Auch im April 2013 war es in der Ferienzeit, als der Goldpreis unter Druck geriet und ein Mini-Crash ausgelöst wurde.


Schon in den vergangenen Tagen war Gold schwach. Von rund 1.300 Dollar fiel das Edelmetall auf mittlerweile rund 1.200 Dollar. Ein deutlicher Kursrutsch. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass der Goldpreis Anfang des Jahres noch bei rund 1.050 Dollar notierte. Nach einem Anstieg von 250 Dollar ist eine Korrektur von 100 Dollar eigentlich kein Beinbruch. Und bei einem Kursrutsch auf 1.180 Dollar, einer Schlüsselunterstützung beim Goldpreis die erstmals bei dem eingangs erwähnten Mini-Crash 2013 getestet wurde, wären ziemlich genau 50 Prozent des Anstieges korrigiert. Auch das wäre ganz normal.


Terminmarkt macht Hoffnung


Dennoch: Der Bärenmarkt der vergangenen Jahre steckt wohl jedem Goldanleger noch in den Knochen. Von daher schmerzt der derzeitige Abverkauf doch sehr. Zudem steigt natürlich die Verunsicherung der Anleger, ob es sich bei dem jüngsten Anstieg nicht doch nur um eine Bärenmarktrallye gehandelt haben könnte.

Dreht Gold im Bereich von 1.180 Dollar (auch 1.150 Dollar wären noch möglich) und generiert anschließend ein neues Hoch, dann wäre wohl der letzte Zweifler überzeugt, dass der Bärenmarkt beendet ist. Die COT-Daten von vergangenem Freitag sehen jedenfalls wieder vielversprechend aus. Noch nie haben die Commercials (Banken) binnen einer Woche derart viele Longpositionen aufgebaut wie in der vergangenen. Von daher besteht von Seiten des Terminmarktes durchaus die berechtigte Hoffnung, dass diese Korrektur bald endet.

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