Goldcorp
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Peak-Gold in diesem Jahr?

Wird die Goldproduktion in den kommenden Jahren sinken? Ja, meint zumindest Chuck Jeannes, CEO des zweitgrößten Goldproduzenten Goldcorp. Jeannes erklärte in einem Interview, dass Peak-Gold in diesem oder im nächsten Jahr erreicht sein dürfte. Und damit dürfte auch die Goldproduktion ihren Höhepunkt erreicht haben.

Zwar dürfte ein Einbruch auf der Angebotsseite den Goldpreis stützen – doch das Minengeschäft werde dadurch wesentlich härter werden. Das wiederum wird den Konsolidierungsdruck in der Branche erhöhen. Der Vorstand geht davon aus, dass die Goldproduktion während seiner Amtszeit nicht weiter steigen wird – es sei denn, es gebe einen dramatischen technologischen Fortschritt.

Goldpreis rutscht ab
Den Goldpreis interessieren diese Aussagen momentan nicht. Der begibt sich im Einklang mit dem Euro auf Talfahrt. Erst gestern gab es erneut einen Kursrutsch bei Gold. Neben dem starken Dollar belastet auch die nach wie vor extrem negative Marktstimmung den Goldpreis. Es scheint fast so, als ob mittlerweile jeder der Meinung ist, Gold könne nur noch fallen. Eigentlich ein idealer Nährboden für eine Gegenbewegung. Doch dazu bedarf es zumindest eines neuen Aufwärtsimpulses für den Goldpreis. Und im Moment ist nicht ersichtlich, woher der kommen soll.

Und das hat auch Aktien wie die von Goldcorp in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck gebracht. Zudem musste Jeannes die Produktion in einer Mine stilllegen, da eine Wand der Mine in Mexiko instabil ist. Die Folgen: Goldcorp rechnet jetzt nur noch mit einer Jahresproduktion am unteren Ende der eigenen Prognosen. Mit anderen Worten: In diesem Jahr dürfte Goldcorp etwas weniger als drei Millionen Unzen Gold produzieren.

Zuletzt wurde im Goldminenindex HUI zwar das Gap geschlossen. Damit ist zwar aus charttechnischer Sicht der Grundstein für eine Aufwärtsbewegung bei den Minenaktien gelegt. Doch um das Chartbild jetzt zu verbessern, müssten die Papiere nach oben drehen. Und auch hier fehlt bislang ein Impuls. Von einer relativen Stärke der Minenaktien im Verhältnis zum Goldpreis kann jedenfalls keine Rede sein. Anleger sollten die Trendwende abwarten. Alles andere wäre der Griff ins berühmte fallende Messer

 

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