- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Noch kein Grund zum Jubeln

Der Goldpreis konnte gestern weiter zulegen. Das Edelmetall hat die 1.300-Dollar-Marke hinter sich gelassen und kämpft sich Dollar für Dollar nach oben. Doch die Aufwärtsbewegung steht nach wie vor auf wackeligen Beinen. Der Grund: Die Minenaktien mussten sich gestern dem Druck des Aktienmarktes beugen und rutschten ins Minus.

Notierten die Papiere anfangs noch im Plus, rutschten sie anschließend dennoch ins Minus, als Dow Jones, Nasdaq und S&P ihr Verluste ausgeweitet haben. Warum ist das ein Grund zur Sorge? Normalerweise führen gerade die Minenaktien eine Rallye bei Gold an. Dazu kommt: Während sich Gold Schritt für Schritt nach oben arbeitet, bleibt Silber zurück. Zwar konnte auch Silber gestern zulegen. Doch die Tage zuvor war das zweite Edelmetall ungewöhnlich schwache. Auch hier sollte eigentlich Silber die Rallye anführen. Beide Faktoren sollten in den kommenden Tagen genau beobachtet werden.

Agnico Eagle-CEO optimistisch

Wenn es allerdings nach Sean Boyds, CEO des 5,4 Milliarden Dollar schweren Goldproduzenten Agnico Eagle geht, existieren einige gute Gründe für die Annahme, dass Gold früher oder später seinen bisherigen Höchststand überbietet und die 2.000-USD-Marke überwindet, wie der Experte im Interview mit King World News erklärt. Angesichts der Vielzahl an Faktoren, die für die weitere Goldpreisentwicklung ausschlaggebend sind, sei es allerdings schwer zu sagen, wann Gold ein solches Preisniveau erreicht. Einige dieser Faktoren aber sprechen eindeutig für das Edelmetall. Er geht übrigens davon aus, dass es in den kommenden Jahren zu einer Verknappung des Angebots aus der Minenproduktion kommen wird. Gleichzeitig werde die Nachfrage nach physischem Gold gerade aus dem asiatischen Raum hoch bleiben.

DER AKTIONÄR sieht zwar keinen Grund zum Jubeln, dennoch besteht für Pessimismus ebenfalls keine Spur. Anleger sollten die Entwicklung des Silberpreises und der Minenaktien im Auge behalten. Gelingt es beiden, ebenfalls nach oben auszubrechen, dann besteht eine gute Chance, dass sich die Rallye mittelfristig fortsetzen wird.

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