Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Katerstimmung

Der Goldpreis gerät heute bereits im asiatischen Handel deutlich unter Druck. Das ist deshalb interessant, da heute sowohl die amerikanische als auch die kanadische Börse geschlossen hat. Viele Marktteilnehmer sind also im Urlaub. Und solche Tage sind häufig für starke Kursbewegungen gut. Von daher dürfte es heute noch turbulent bleiben.


Doch bevor an dieser Stelle gleich wieder „Manipulation“ ruft: Der Goldpreis war reif für eine Korrektur. Zu weit hat sich der Preis für eine Unze mittlerweile von der 200-Tage-Linie entfernt. Zu sehr erinnerte der Chart mittlerweile an eine Fahnenstange. Eine Korrektur ist überfällig und alles andere als schädlich.


Goldaktien halten sich gut


Die Korrektur hatte bereits am Freitag in den USA ihren Lauf genommen. Erstaunlich: Die Aktien von Gold- und Silberminen hatten sich trotz eines Abschlags von rund 8 Dollar beim Goldpreis stabil gezeigt. Ein Großteil der kleineren und mittelgroßen Produzenten ist sogar gestiegen. Ein wirklicher Abverkauf sieht anders aus.


Gesunde Konsolidierung


Was wir im Moment sehen, ist eine gesunde Konsolidierung im kurzfristigen Aufwärtstrend. Worauf kommt es jetzt an? Sicherlich ist es wichtig, dass wir zur Trendbestätigung kein neuerliches Tief mehr machen. Eine Trendwende wird dann markiert, wenn wir höhere Tiefs und höhere Hochs sehen. Erfreulich wäre es, wenn der Goldpreis im Bereich von 1.200 Dollar, spätestens aber von 1.180 Dollar nach oben drehen würde und die anschließende Aufwärtsbewegung ein neues Hoch, also jenseits des Verlaufshochs bei 1.264 Dollar markiere würde. Dann würde sich eine nachhaltigere Trendwende abzeichnen.


Verfallen Sie wegen des Rücksetzers nicht in Panik. Der Anstieg war heftig, insofern ist auch eine heftige Korrektur ganz normal. Oberhalb von 1.180 Dollar ändert sich an dem kurzfristig bullishen Bild nichts. Sollten wir unter diese Marke und eventuell unter 1.150 Dollar fallen – dann werden wir einen genaueren Blick auf das Chartmuster werfen. Doch so weit ist es noch lange nicht.

Dieser Artikel erschien heute bereits im Goldtelegramm. Für das Goldtelegramm können Sie sich kostenlos unter www.goldfolio.de anmelden.

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