Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Braut sich hier etwas zusammen?

Erstaunlich, erstaunlich: Der Goldpreis steigt und steigt – und die US-Banken reduzieren im Zuge dessen ihre ohnehin nicht gerade bullishen Kursziele immer weiter. Nachdem Goldman Sachs mittlerweile 1.000 Dollar je Unze sieht, hat jetzt Morgan Stanley nachgezogen. Sie sehen das Ziel für dieses Jahr bei 1.160 Dollar je Unze.

Damit hat Morgan Stanley das Ziel für das laufende Jahr um 11,6 Prozent nach unten korrigiert. Für 2015 sieht Morgan Stanley gar ein Ziel von 1.138 Dollar – 12,5 Prozent weniger als noch zuvor. Das meldet Economic Times mit Hinweis auf eine Anlegernotiz.

Die Gründe

Gründe für den Kursrutsch liefert Morgan Stanley auch gleich. Zum einen würden die reduzierten Anleihekäufe durch die US-Notenbank den Kurs von Gold belasten. Zum anderen verweisen die Experten darauf, dass der Druck auf die Investmentbanken wachse, den Eigenhandel mit Rohstoffen zurückzufahren. Außerdem führen die Analysten an, dass die Goldimporte Indiens nach wie vor niedrig sind.

Es sind also zwei große US-Banken, die sich binnen kürzester Zeit trotz eines steigenden Goldpreises negativ zu dem Edelmetall zu Wort gemeldet haben. Die Frage drängt sich auf: Warum? Die Argumente von Morgan Stanley sind alles andere als neu. Und die Goldimporte Indiens sind nicht zuletzt wegen der höheren Importzölle drastisch zurückgegangen. Zudem bleibt die Goldnachfrage in China weiterhin hoch.

April 2013 lässt grüßen

Die Abstufungen des Goldpreises könnten durchaus Vorboten einer größeren Intervention auf dem Goldmarkt sein. Ein solches Vorgehen hat es schon im vergangenen Jahr im April gegeben – auch wenn offiziell nie bewiesen wurde, dass es ein gezielter Angriff auf den Goldpreis gewesen ist. Damals sorgten jede Menge Stopp-Loss-Orders dafür, dass der Goldpreis binnen weniger Tage mehrere 100 Dollar eingebrochen ist. Auch damals gingen negative Analystenkommentare dem Absturz voraus.

Droht nun erneut ein solches Szenario? Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Einerseits dürften sich die Goldbären nicht so leicht geschlagen geben. Ein Angriff auf den Goldpreis dürfte also nicht aus bleiben. Andererseits sind die schwachen Hände zuletzt aus dem Markt verschwunden. Die Frage also bleibt: Wie viele Anleger würden einem solchen Angriff folgen. Käme es wieder zu einer derart großen Stopp-Loss-Welle?

DER AKTIONÄR glaubt nicht, dass es in naher Zukunft noch einmal einen derart großen Kursrutsch geben wird. Allerdings ist ein Angriff auf den Goldpreis durchaus vorstellbar. Doch womöglich sehen diesmal mehr Anleger einen Rücksetzer als Kaufgelegenheit. Daher bleibt DER AKTIONÄR bei seiner optimistischen Einschätzung zum Goldpreis.

Eine der vielleicht größten Chancen auf dem Goldmarkt stellt DER AKTIONÄR in seinem aktuellen Report „Die beste Goldaktie für unter 1 Euro: Ihre Chance auf den Mega-Gewinn“ vor. Den Report können Sie gleich hier abrufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Vive la France

Der Goldpreis steht heute im frühen Handel unter Druck. Der Grund: Die Frankreichwahl hat zwar noch keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht. Doch offensichtlich ist der von vielen befürchtete Links- oder Rechtsrutsch ausgeblieben. Und damit fließt das Geld aus dem sicheren Hafen Gold wieder in die … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein fader Beigeschmack

Der Goldpreis pendelt rund um die Marke von 1.280 Dollar – doch der langfristige Abwärtstrend konnte bislang nicht geknackt werden. Auch Silber fehlen derzeit die Impulse. Reichlich bewegung gibt es jedoch bei den Minenaktien. Markus Bußler erklärt, was das alles mit dem GDXJ auf sich hat. mehr