Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: 1.000 oder 5.000 Dollar?

Die Krimkrise sorgt dafür, dass der Goldpreis weiter steigt. Doch ob diese Aufwärtsbewegung nachhaltig ist, darüber streiten die Experten. Goldman Sachs bleibt weiter bearish. Und sieht jetzt sogar Kurse von 1.000 Dollar je Unze. Die Chancen für einen Absturz seien sogar gestiegen, hieß es zuletzt.


Schon mehrfach hat DER AKTIONÄR darauf hingewiesen, dass die Prognosen von Goldman Sachs auf der einen Seite auf den ersten Blick nicht mit dem Handeln auf der anderen Seite übereinstimmen. Im vierten Quartal hat die US-Bank nämlich ihre Goldbestände aufgestockt und sich in größerem Stil beim SPDR Gold Trust eingekauft. Warum tut Goldman Sachs das?

Plant Goldman Sachs einen größeren Angriff auf den Goldpreis?

Nun, es gibt zwei Möglichkeiten, die sich aufdrängen: Goldman Sachs könnte intern an einen höheren Goldpreis glauben und sich positionieren. Die andere Möglichkeit: Goldman Sachs bereitet einen größeren Angriff auf den Goldpreis vor und kauft jetzt Gold, das man später auf einen Schlag auf den Markt werfen könnte, um den Goldpreis unter Druck zu setzen. Gleichzeitig könnte man größere Leerverkaufsorders an der Comex platzieren. Damit würde Goldman Sachs gleich zweimal gewinnen. Derzeit beim steigenden Goldpreis, da man sich billiger eingekauft hat, und anschließend beim Goldpreisrutsch. Die Frage ist nur: Werden genügend Anleger dieses Spiel mitmachen, dass es sich für Goldman Sachs lohnt?

Offensichtlich geht man bei Sprott Asset Management nicht davon aus. Portfoliomanager Charles Oliver geht davon aus, dass der Goldpreis schon bald auf 5.000 Dollar steigen wird. Die Gründe: Eine immer höhere Goldnachfrage, gepaart mit der wachsenden Staatsverschuldung und der Geldschöpfung durch die Zentralbanken. Oliver weist dabei vor allem auf die Goldbestände an der Comex hin. Diese seien im vergangenen Jahr in der Kategorie „Registered“ um dramatisch 30 Prozent eingebrochen. Sollte einmal eine größere Menge zur Auslieferung beantragt werden, könnte dies dem Goldpreis einen Schwung nach oben verleihen.

DER AKTIONÄR glaubt weiter an steigende Goldpreise. Doch die Vorstellung, dass sich Goldbären wie beispielsweise Goldman Sachs einfach geschlagen geben, ist eher utopisch. Der Aufbau einer größeren Goldposition könnte ein Indiz darauf sein, dass die US-Bank einen größeren Angriff auf den Goldpreis plant. Die kommenden Wochen dürften turbulent bleiben. Nach wie vor bleibt der AKTIONÄR bei seiner Meinung, dass sich das mittelfristige Schicksal des Goldpreises an der Marke von 1.500 bis 1.550 Dollar entscheiden wird. Für mutige Anleger bietet sich derzeit eine riesige Chance bei einem Pennystock im Goldbereich. Hier erfahren Sie, um welche Aktie es sich handelt.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein erster Schritt aus dem Tal

Gold und Silber leben. Entgegen der immer wieder geäußerten Einschätzungen sorgen steigende Zinsen eben nicht für einen Kursrutsch. Gold und Silber konnten am Mittwoch nach dem Zinsschritt der US-Notenbank Fed sogar deutlich zulegen. „Noch sind wir aber nicht ganz durch“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold fällt - und das ist gut so

Keine Sorge, ich bin mit Blick auf die Überschrift auf keinen Fall in das Lager der Goldbären gewechselt. Doch nach mittlerweile zwei Monaten, in denen sich der Goldpreis praktisch überhaupt nicht bewegt hat, ist es an der Zeit, dass diese schier endlose Seitwärtsphase endlich aufgelöst wird. Und … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr