BASF
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fette Gewinne mit Dividenden-Aktien

Reich mit Dividenden-Aktien – so oder so ähnlich liest man es oft. Doch was steckt dahinter und kann man mit einer einfachen Anlage in solche Werte tatsächlich ein Vermögen machen? Um es vorwegzunehmen: Die Antwort lautet ganz klar Ja. Und das hat mehrere Gründe. Zum einen entwickeln sich Dividendentitel traditionell stärker als Aktien, die keine oder nur eine geringe Ausschüttung vornehmen. Zum anderen profitieren Inhaber von Dividenden-Aktien in erheblichem Ausmaß vom Zinseszinseffekt, wenn man die jeweilige jährliche Ausschüttung wieder direkt investiert. Betrachten wir hierzu einmal eine Beispielrechnung einer Einmalinvestition von 10.000 Euro über 30 Jahre: Zugrunde gelegt wird eine durchschnittliche jährliche Performance des Aktienkurses von sieben Prozent sowie eine durchschnittliche jährliche Dividendenrendite von drei Prozent. Re­investiert der Anleger die jährliche Dividende in die Aktie, verfügt er am Ende der Investitionszeit über ein Vermögen von 184.769 Euro. Legt er die Ausschüttungen hingegen unverzinst aufs Konto, beträgt sein Kapital lediglich 106.444 Euro. Ein Unterschied von sage und schreibe fast 80.000 Euro. Und setzt man auf die richtigen Dividenden-Aktien, ist sogar noch deutlich mehr drin.

Starke Aktien, hohe Dividenden

Ein absoluter Spitzenwert ist die Aktie von Altria. Der Wert hat in den vergangenen Jahrzehnten eine durchschnittliche Wertentwicklung von mehr als 13 Prozent pro Jahr hingelegt. Und der Konzern zählt zu den verlässlichsten Dividendenzahlern. Seit dem Jahr 1928 zahlen die Amerikaner Dividende. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 4,0 Prozent. Zudem birgt die Aktie einiges an Fantasie. Bei Zigaretten hat Altria längst einen Marktanteil von über 50 Prozent inne. Gelingt der Einstieg in das Milliardenbusiness Cannabis, dürfte der Wert weiter ordentlich zulegen können.

Aber auch in Europa finden Anleger interessante Dividendentitel. Der Schweizer Pharmakonzern Roche beispielsweise erhöht seit 29 Jahren die Ausschüttung an die Aktionäre. Aktuell können sich Anleger über eine Rendite von 3,3 Prozent freuen. Zudem hat sich der Wert mit einer durchschnittlichen Performance von mehr als zehn Prozent in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Auch für die kommenden Jahre ist Roche gut aufgestellt: Im Onkologiebereich sind die Schweizer Marktführer, zudem verfügt Roche über eine starke Pipeline.

Mit einer durchschnittlichen Aktienkurssteigerung von gut neun Prozent per annum in den vergangenen Jahrzehnten muss sich mit BASF auch ein Dividendentitel aus dem DAX nicht verstecken. Zudem glänzt der Wert mit einer Dividendenrendite von 3,7 Prozent. Würde sich BASF in den kommenden 30 Jahren exakt so weiterentwickeln, könnten sich Anleger mit einer Einmalinvestition von 10.000 Euro und einer Wiederanlage der Dividendenausschüttung am Ende über ein Vermögen von mehr als 404.000 Euro freuen.

Attraktiver Dividenden-Zinseszins

Anleger, die in aussichtsreichen Dividendentiteln anlegen möchten, finden in den drei vorgestellten Werten eine gute Investmentmöglichkeit. In jedem Fall sollte aber die Dividendenausschüttung reinvestiert werden.

(Dieser Artikel erschien in der Print-Ausgabe 26/2017 des AKTIONÄR)

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  • A. S. -
    Hallo Frau Schlegel, im Großen und Ganzen haben Sie recht. Jedoch darf man hier die Steuern nicht vergessen und auch die Quellensteuer nicht. Aber Dividenden sind eine schöne Sache, passiver kann man kaum leichter Geld verdienen.
  • A. S. -
    Hallo Frau Schlegel,

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