Gold
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Experte: „Bitcoin kann scheitern, aber der Euro wird scheitern“

Venezuela geht gegen Bitcoin-Börsen und -Miner vor. Auch die chinesische Regierung sorgt für einen Schreck. Doch der Kern der Bitcoin-Spekulation – begrenzte Einheiten und zunehmende Verbreitung – ist davon unberührt. DER AKTIONÄR hat mit Oliver Flaskämper, Chef der größten deutschen Bitcoin-Handelsplattform Bitcoin.de über Bitcoin gesprochen.

DER AKTIONÄR: Herr Flaskämper, zum Jahreswechsel hatten Sie neben dem großen Kurspotenzial auch auf das Risiko von schlechten Nachrichten aus China hingewiesen. Diese kamen schneller als gedacht. Wie geht es nun weiter?

Oliver Flaskämper: China hat’s gegeben, China hat’s genommen ... Ich denke aber, dass China mittel- und langfristig nicht mehr so große Auswirkungen auf Bitcoin haben wird. In China ticken die Uhren eben anders und man muss eigentlich jederzeit damit rechnen, dass China Bitcoin verbieten oder drakonisch regulieren wird beziehungsweise es zumindest versuchen wird. Auf der anderen Seite rechne ich eher damit, dass man in China einsehen wird, dass es keinen Sinn macht, Bitcoin zu verbieten. Das hat Russland, das ihn zunächst verbieten wollte, ja auch erkannt.

Also würden Sie Anlegern weiter raten, sich ein paar Stück zu kaufen?

Geduldigen ja. Ich rechne damit, dass der Bitcoin-Kurs 2017 das Potenzial hat, auf bis zu 1.800 US-Dollar zu steigen. Bei schlechten Nachrichten kann der Kurs aber auch schnell zwischenzeitlich auf 500 US-Dollar und weniger fallen. Dieses Risikos muss man sich als Investor immer bewusst sein. Bei Bitcoin braucht man ein langes Lineal am Chart und Geduld. Der Bitcoin ist heute dort, wo die E-Mail Anfang/Mitte der 90er war. Wer da noch an die Zukunft des Faxgeräts geglaubt hat, der ist heute wohl eines Besseren belehrt.

Was, wenn das Experiment Bitcoin am Ende scheitert?

Dazu nur so viel: Bitcoin kann scheitern, aber der Euro wird scheitern ...

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