Electronic Arts
- Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: Diese Panik ist übertrieben!

Nur ein Monat lag zwischen den beiden heftigen Kursrutschern der EA-Aktie. Das Papier des Spieleherstellers verlor Ende Juli vierzehn Prozent und legte bereits Ende August mit einem Minus von zwölf Prozent nach. DER AKTIONÄR bleibt dennoch bei seiner positiven Einschätzung.

Doppelter Schlag

Grund für den ersten Abverkauf war die schwache Prognose für das zweite Quartal: EA rechnet nur mit Umsätzen von 1,27 Milliarden Dollar und einem Nettogewinn von 150 Millionen Dollar. Das schürte bereits die Sorge, dass die Unternehmensführung nur von einem geringen Verkaufserfolg der neuen Battlefield-Version ausgehen dürfte.

Auf die Sorge folgte die Angst. Analysten von Cowen wiesen auf schwache Vorverkaufszahlen von Battelfield V hin und dann folgte der Paukenschlag: Das Release von Battlefield wird um einen Monat verschoben. Auf diese Meldung folgte der zweite Abverkauf.

Panik ist übertrieben

DER AKTIONÄR sieht den panischen Abverkauf jedoch als übertrieben an. Zum einen sind zurückhaltende Prognosen im Spiele-Sektor keine Seltenheit, da kaum abschätzbar ist, wie die Gamer die neuen Releases annehmen.

Zum anderen sind kleinere Verzögerungen zu Gunsten des letzten Feinschliffs nicht unüblich bei aufwendigen Spieleproduktionen. Möglicherweise macht die neue leistungshungrige Nvidia-Technologie namens Ray-Tracing dem planmäßigen Release einen Strich durch die Rechnung.

Zudem umgeht Electronic Arts mit der Terminverschiebung auch einen mit Neuerscheinungen regelrecht überfüllten Monat. Man vermeidet die terminliche Konkurrenz mit Red Dead Redemption 2, Call of Duty: Black Ops 4 oder Assassin's Creed: Odyssey. Abschließend gibt es spannende Gerüchte im Zusammenhang mit Battlefield V. So könnte EA, um die Verkäufe anzukurbeln, den BattleRoyal Modus nach dem Fortnite-Modell gratis veröffentlichen oder ein Remake von Bad Company 2 beifügen.

Spekulative Nachkaufchance

Bereits nach dem Abverkauf infolge des vergangenen Quartalsberichts empfahl DER AKTIONÄR in Ausgabe 36/18 den Nachkauf von Electronic Arts. Was folgte, war ein erneuter Kursabschlag von zwölf Prozent. Dennoch bleibt DER AKTIONÄR bei seiner Einschätzung und meint. „Nachkaufen!“. Anleger sollten sich an dieser Stelle nicht zu sehr verunsichern lassen.

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