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- Werner Sperber - Redakteur

EamS: Nestlé bekommt mit Ulf Schneider neuen Schwung

Die Euro am Sonntag erklärt, Nestlé möchte pro Jahr um fünf bis sechs Prozent wachsen. Dieses Ziel hat der Lebensmittel-Konzern aus der Schweiz in den vergangenen drei Jahren verfehlt und er wird es auch in diesem Jahr verfehlen. Nestlé hat deshalb Ulf Schneider, Doppelpassbesitzer von Deutschland und den USA, von der Fresenius SE & Co. KGaA abgeworben, deren Vorstandsvorsitzender er im Mai 2003 geworden ist. Schneider arbeitet offiziell seit dem 1. September bei Nestlé und wird ab dem 1. Januar 2017 Vorstandsvorsitzender. Ebenfalls am 1. September beteiligte sich Nestlé an Phagenesis. Die britische Medizintechnik-Firma entwickelt ein Gerät, welches Schlaganfall-Patienten helfen soll, die lebensgefährlichen Schluckbeschwerden schnell loszuwerden. Egal, wie dieses Projekt vorankommt, möchte Nestlé Phagenesis bis zum Jahr 2019 vollständig übernehmen. John Cox, Analyst der Investmentbank Kepler, vermutet, das sei nur der Start für viele weitere solcher Investitionen von Nestlé. Der Aufsichtsrat möchte schließlich den Umsatz der Sparte Gesundheit mittelfristig auf neun Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Im vergangenen Jahr beliefen sich die entsprechenden Erlöse auf 3,7 Milliarden Euro, was etwa weniger als fünf Prozent des Gesamtumsatzes entsprach. Das Wachstum erreichte jedoch 7,6 Prozent.

Die Analysten von JP Morgan schätzen, Schneider würde im Stammgeschäft unbeliebte Entscheidungen treffen und etwa die Geschäfte mit Speiseeis (u. a. Schöller), Tiefkühlkost (u.a. Wagner) und vor allem Süßwaren verkaufen müssen. Ansonsten sei Nestlé stark aufgestellt. In sieben der zehn am stärksten wachsenden Lebensmittel-Kategorien ist der Konzern Weltmarktführer. Das finanzstarke Unternehmen bietet den Aktionären zudem eine nachhaltig hohe Ausschüttung. Ein weiterer Kurstreiber soll die neue Strategie sein, welche Ulf Schneider im Januar vorlegen dürfte. Die Euro am Sonntag gibt das KGV der Aktie für das nächste Jahr mit 22 an und rät mit einem Kursziel von 80 Euro sowie einer Absicherung bei 63,90 Euro zum Kauf.

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