Deutsche Telekom
- Stefan Limmer - Redakteur

Deutsche Telekom vor Zahlen: Das erwartet die Aktionäre der Volksaktie

Die Deutsche Telekom veröffentlicht am 26. Februar die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Das Geschäft der US-Tochter T-Mobile US brummt und auch in Europa macht der Konzern Fortschritte beim Umbau des Festnetzes auf Internettechnik. Zudem hat sich die langweilige Telekom-Aktie in den vergangenen Monaten in eine Momentumperle verwandelt.

Zwar hat der Verkauf des US-Mobilfunkers T-Mobile US auch 2014 nicht geklappt. Dafür kann Vorstandschef Tim Höttges aber an vielen anderen Stellen eine gute Bilanz ziehen: Das US-Geschäft treibt den gesamten Konzern an, zuletzt zog auch der nach Bonn gemeldete operative Gewinn kräftig an. Für den Gesamtkonzern heißt das: Der von Analysten geschätzte Umsatz dürfte im vergangenen Jahr wohl um gut 3 Prozent auf 62,1 Milliarden Euro gewachsen sein. 

Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürften demnach gut 17,5 Milliarden Euro stehen - gut ein halbes Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings sind diese vom Unternehmen erhobenen Schätzungen zum großen Teil noch nicht mit den vor knapp einer Woche vorgelegten überraschend starken Jahreszahlen von T-Mobile US aktualisiert - einige trauen der Telekom daher durchaus noch etwas mehr zu. 

Optimistische Experten

Analysten sind für das laufende Jahr zuversichtlich: Die Bonner dürften in Europa weiter durch die Umstellung des Festnetzes auf internetbasierte IP-Technik profitieren, schreibt Goldman-Sachs-Experte Tim Boddy. Peter-Kurt Nielsen von der französischen Investmentbank Kepler Chevreux verweist zudem darauf, dass T-Mobile-US-Chef John Legere gerade das Einsparziel aus der Integration mit dem übernommenen Mobilfunker MetroPCS insgesamt um satte drei Milliarden Dollar in die Höhe geschraubt habe. 

Dabeibleiben

Die T-Aktie zählte in den vergangenen Monaten zu den trendstärksten Werten im DAX. Gelingt der Ausbruch über das alte Hoch bei der 16-Euro-Marke, dürften Anschlussgewinne folgen. Als zusätzliches Kaufargument zählt die Dividendenrendite von über drei Prozent. Die Ausschüttung für das laufende Jahr dürfte weiter steigen, von den für 2014 geschätzten 0,50 Euro um zehn Prozent. Zudem hat Höttges in Aussicht gestellt, den Anlegern bei der Zahlenvorlage am Donnerstag womöglich auch zur mittelfristigen Ausschüttungspolitik Hinweise zu geben.

(mit Material von dpa-AFX)

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