Deutsche Telekom
- Michael Schröder - Redakteur

Deutsche Telekom: Nachschlag beim Milliardengebot für T-Mobile US?

Nach dem Befreiungsschlag durch die Kaufempfehlung der Citigroup vom Freitag baut die Aktie der Deutschen Telekom zum Wochenauftakt ihre Gewinne aus. Einem Bericht zufolge setzt sich der französische Konzern Iliad eine Frist bis Mitte Oktober für die Entscheidung, ob das Milliardengebot für T-Mobile US erhöht werden soll.

Der französische Mobilfunkanbieter Iliad, der vom Milliardär Xavier Niel kontrolliert wird,  führt dem Vernehmen nach aktuell Finanzierungsgespräche mit US-Banken. Daneben habe Iliad auch mit anderen Unternehmen, US-Beteiligungsgesellschaften sowie mit Staatsfonds gesprochen, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen.

Für einige Experten kommt es nicht überraschend, dass Iliad mit seinen Plänen nicht wie geplant voranzukommen scheine. Die Synergien aus einem Zusammenschluss mit T-Mobile USA wären recht überschaubar erschwerten damit einen Bewertungsaufschlag. Eine frühere Barofferte von Iliad über 33 Dollar je Aktie für einen Anteil von 56,6 Prozent wurde als zu niedrig zurückgewiesen. Die Verantwortlichen der Deutschen Telekom sehen allem Anschein nach 35 bis 40 Dollar je Aktie als realistische Bewertungsspanne. Der DAX-Konzern hält 67 Prozent an dem viertgrößten Mobilfunkanbieter der USA.

Vielleicht schaltet sich noch ein anderer potenzieller Käufer ein - und entfacht einen Bieterwettstreit. Im August hatte die Sprint Corp. Gespräche über einen Erwerb von T-Mobile US beendet. Angesichts der zuletzt guten operativen Entwicklung der US-Tochter hat der DAX-Konzern keine Eile mit dem Verkauf seines attraktiven Assets. Aber möglicherweise wissen die Strategen der Citigoup mehr.

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass die Citigroup seit Freitag rät, die Aktie der Deutsche Telekom zu kaufen. Die Experten haben ihre zuvor neutrale Haltung aufgegeben. Der Konzern befinde sich auf dem Weg zu langfristigen Steigerungen des Free Cashflow, so Analyst Simon Weeden. Investitionen in das Netzwerk dürften sich auszahlen, das regulatorische Umfeld vereinfachen und obendrein winke ein lukrativer Verkauf der US-Tochter T-Mobile US. Die Aktie dürfte in den nächsten Wochen weiter im Fokus der Investoren stehen – und in Richtung 13,00 Euro steigen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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