Deutsche Post
- Markus Bußler - Redakteur

Deutsche Post: Droht eine Aktienplatzierung?

Monatelang kannte die Aktie der Deutschen Post nur eine Richtung: die nach oben. Doch mittlerweile scheint der Motor etwas ins Stottern zu kommen. Heute stuft Equinet die Aktie ab. Möglicherweise könnte die KfW den hohen Kurs für eine Platzierung des staatlichen Anteils nutzen.

Die Investmentbank Equinet hat Deutsche Post von „Hold“ auf „Reduce“ abgestuft, aber das Kursziel auf 24 Euro belassen. Der vom Kartellamt geäußerte Dumpingpreis-Verdacht bei Großkunden sei insgesamt moderat negativ für die Aktien des Logistikkonzerns, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie. Nötige Preiserhöhungen könnten Wettbewerbern Marktanteile bringen. Allerdings könnte das der Deutschen Post auch nützen, falls die Marktanteilsverluste nicht zu groß ausfielen. Die Aktie habe er indes abgestuft, weil sie das Kursziel erreicht habe – auf dem derzeit hohen Niveau sei durchaus eine Platzierung des staatlichen Anteils denkbar, der von der KfW gehalten werde.

Die Geschäfte bei der Post laufen ausgezeichnet. Das stärkste Quartal dürfte dem Logistikriesen noch ins Haus stehen. Das Unternehmen wird von dem zunehmenden Internethandel profitieren. Das Weihnachtsgeschäft wird die Umsätze noch einmal nach oben treiben. Dennoch: Die Gefahr einer Platzierung seitens der KfW ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Anleger sollten ihren Stoppkurs zur Gewinnabsicherung auf 22,00 Euro nachziehen.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Deutsche Post: 240 Prozent in knapp fünf Jahren!

Es sind an der Börse nicht immer die Unternehmen mit bahnbrechenden neuen Technologien, welche für klingelnde Kassen bei den Anlegern sorgen. Oftmals sind es nämlich einfach nur eher langweilige Unternehmen, die Aktionäre mit einer Kursverdreifachung beglücken – wie etwa jüngst die Deutsche Post. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Deutsche Post: Amazon kein ernsthafter Konkurrent

Der Boom beim Internet-Handel dürfte auch in den kommenden Jahren weiterhin die stärkste Triebfeder für die Umsatz- und Gewinnentwicklung bei der Deutschen Post bleiben. So rechnet der Bonner Logistikriese damit, dass das Volumen in diesem Bereich bis 2020 um weitere 25 Prozent auf dann eine … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Deutsche Post: Keine Angst vor Amazon

Die Deutsche Post sieht das Wachstum des weltgrößten Online-Händlers Amazon im Logistikgeschäft gelassen. "Würden wir Angst vor Amazon haben, hätten wir etwas falsch gemacht. Aber das haben wir nicht, wir wachsen weiter", sagte der für das Brief- und Paketgeschäft zuständige Post-Vorstand Jürgen … mehr