Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Der Alptraum geht weiter

Aktionäre der Deutschen Bank brauchen weiterhin starke Nerven. Die Aktie von Deutschlands Marktführer setzt ihre Talfahrt am Donnerstag fort. Drohen neue Tiefs?

Der Markt hat die Enttäuschung über die harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank noch nicht verdaut. Die Aktie der Deutschen Bank rauscht am Donnerstag weiter in die Tiefe. Am Mittag steht ein Verlust von drei Prozent auf 12,05 Euro zu Buche. Damit hat sich die charttechnische Situation bei der Deutschen Bank weiter eingetrübt. Das Allzeittief bei 11,22 Euro ist nur noch einen Hauch entfernt.

Die französische Großbank Societe Generale sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Analyst Andrew Lim hat das Kursziel nach den Zahlen von zwölf auf 10,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Verkaufen“ belassen. Seine Gewinnschätzungen habe er ebenfalls reduziert. Die Deutsche Bank habe im Investment Banking deutlich Marktanteile verloren, was sich in dem Rückgang der Erträge klar zeige.

Fragen über Fragen an John Cryan

Die Lage bei der Deutschen Bank ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Es wird weitere scharfe Einschnitte geben müssen, damit Vorstandschef John Cryan keine Kapitalerhöhung durchführen muss. Das heißt: weniger Filialen, weniger Verwaltung, weniger Boni. Außerdem braucht Cryan eine Vision von der Deutschen Bank. Mit welcher Strategie will Cryan in Zukunft Geld verdienen? Auf welche Produkte will sich die Bank konzentrieren? Wie will die Bank junge Kunden ansprechen? Die meisten von ihnen werden eine Bank zum letzten Mal als Kind eine Bank von innen gesehen haben, bei der Eröffnung ihres Sparbuchs. Diese Fragen muss Cryan dringend beantworten. Und auch die Frage: Wie will er die harte Kernkapitalquote erhöhen? Solange diese Fragen offen sind, ist die Aktie höchstens für Trader geeignet.


 

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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