Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn die EZB mitspielt, könnte die Aktie im kommenden Jahr einer der günstigsten DAX-Werte sein.

Zinswende kommt

EZB-Präsident Mario Draghi hat zuletzt verbal die Zinswende in der Eurozone eingeleitet. Damit trägt er der guten Konjunktur in Europa Rechnung. Viele Marktteilnehmer hatten sich allerdings entschiedenere Schritte von der Notenbank erhofft. Doch Draghi weiß, dass er behutsam vorgehen muss, um die Märkte und die Anleger nicht zu verunsichern.

Als Nächstes könnte im Herbst eine Erhöhung des Einlagesatzes, den Geschäftsbanken bei der EZB zahlen, von derzeit -0,4 Prozent auf 0 Prozent erfolgen. Im kommenden Jahr sollten dann zügig die monatlichen Anleiheaufläufe von 60 Milliarden Euro auslaufen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wäre somit der Weg für zwei Zinserhöhungen frei.

Die Deutsche Bank ist bestens für steigende Zinsen positioniert. Mit der Reintegration der Postbank in den Mutterkonzern entsteht ein Marktführer, der auf 20 Millionen Kunden kommt. Jede Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte erhöht bei der Deutschen Bank das Nettozinseinkommen um 350 Millionen Euro. Bei unterstellt zwei Zinserhöhungen ergibt das 700 Millionen Euro mehr Einnahmen. Umgerechnet auf das erwartete KGV ergibt sich dann ein Wert von 7 bis Anfang 2019 statt von 9,5 für das kommende Jahr.

Kaufen!

Mit einem erwarteten KGV von nur 9,5 für 2018 ist die Aktie der Deutschen Bank schon jetzt günstig. Dreht Mario Draghi zweimal an der Zinsschraube, kann das KGV sogar weiter sinken. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 gehört das Wertpapier schon jetzt zu den günstigsten im DAX.

DER AKTIONÄR empfiehlt die Aktie zum Kauf und gibt ein Kursziel von 25,00 Euro aus. Anleger setzen einen Stopp bei 12,50 Euro

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