Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Wird jetzt alles gut?

Die Deutsche Bank denkt jetzt offenbar über einen Börsengang der Tochter DWS nach. Experten schätzen den Wert der Sparte auf acht Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank könnte Teile der DWS an die Börse bringen, so die Financial Times. Der Erlös soll die Kapitalpolster des Geldhauses füllen, sagen Insider. Noch wäre aber keine Entscheidung getroffen, ob eine Minderheitsbeteiligung an die Börse kommen soll. Damit wird in der ersten Jahreshälfte 2017 gerechnet.

Zweischneidiges Schwert

Zuletzt hatte sich Deutsche-Bank-CEO John Cryan noch gegen einen Verkauf der Asset-Sparte ausgesprochen. Experten schätzen, dass der Konzern über einen Börsengang zwei bis drei Milliarden Euro einnehmen könnte. Allerdings hat die Sache langfristig einen Haken. Mit einer Vorsteuer-Rendite auf das Eigenkapital von annähernd 28 Prozent war die DWS im ersten Halbjahr 2016 die erfolgreichste Sparte des Geldhauses. Auch wenn der Konzern bei einem Börsengang die Kontrolle behalten würde, wäre das zukünftige Gewinnpotenzial eingeschränkt.

Optionen liegen auf dem Tisch

Bereits heute Morgen hat der AKTIONÄR über eine mögliche Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank berichtet. Auch DAX-Konzerne haben ihre Hilfe angeboten. Mit einem Börsengang der DWS hat CEO Cryan eine weitere Möglichkeit, um die Kapitalausstattung der Bank zu verbessern und Geld für die Strafe in den USA aufzutreiben. Cryan sollte sich endlich für eine Option entscheiden, um die Unsicherheit rund um die Deutsche Bank zu beenden. Anleger meiden die Titel.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Risiken schwinden

Deutsche-Bank-CEO John Cryan konnte im vergangenen Jahr mit dem Hypothekenstreit in den USA und der Geldwäscheaffäre in Russland die größten Rechtsrisiken beilegen. Jetzt kann der Konzern einen weiteren Sieg für sich verbuchen: Laut Bloomberg wurden in Russland die Anschuldigungen fallen gelassen, … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Insider kaufen

Mehrere Vorstände der Deutschen Bank haben bei der jüngsten Kapitalerhöhung kräftig zugegriffen. Vorstandsvorsitzender John Cryan übte seine Bezugsrechte vollständig aus und erwarb junge Aktien für 53.357 Euro. Die als Kronprinzen gehandelten Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenk … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Zeichen stehen auf Wachstum

Die jüngste Kapitalerhöhung der Deutschen Bank wurde am vergangenen Freitag abgeschlossen. Die neuen Aktien sind nun in die Notierung des Konzern mit einbezogen. CEO John Cryan will den Fokus jetzt wieder auf Wachstum legen: „Wir haben dank der gestärkten Bilanz auch Kapazitäten für mehr Geschäft. … mehr