Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Cryan plant Befreiungsschlag

Die Deutsche Bank denkt intern über radikale Schritte nach, um den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu bringen, so das Handelsblatt. Nicht nur ein Teilrückzug aus den USA wird diskutiert. Auch andere Bereiche stehen anscheinend auf der Kippe. Ob die Deutsche Bank noch Privatkunden in Italien und Spanien betreuen muss, steht genauso in Frage wie das US-Geschäft. Laut dem Handelsblatt wolle man sich hier nicht komplett zurückziehen. Aber mit den amerikanischen Konkurrenten kann Cryan hier längst nicht mehr mithalten. Bereits am Wochenende machten Spekulationen die Runde, dass die Deutsche Bank auf Druck der USA einen Teil des dortigen Geschäftes aufgeben müsste.

Kernkapitalquote zu gering

„Ein Rückzug aus dem Handel in den USA würde Eigenkapital freisetzen, das die Bank dringend braucht, um ihre selbst gesetzten Ziele zu erfüllen“, so ein Insider. Die Aufsicht schreibt der Deutschen Bank bis 2018 eine harte Kernkapitalquote von 12,25 Prozent vor, Cryan will 12,5 Prozent erreichen. Derzeit kommt das Geldhaus nur auf 10,8 Prozent.

Finger weg!

Etwas anderes als die Deutsche Bank zu schrumpfen, bleibt Cryan nicht übrig. Das scheint jetzt auch in Frankfurt angekommen zu sein. Bevor der CEO über Entlassungen oder eine neue Strategie nachdenkt, muss er aber erst die drohende Milliardenstrafe in den USA beilegen. Anleger meiden die Titel.

 


 

Börsenerfolg mit der Keynes-Methode

Autor: John F. Wasik
ISBN: 9783864702471
Seiten: 232 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. Januar 2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

John Maynard Keynes ist einer der einflussreichsten Volkswirte des 20. Jahrhunderts. Kaum bekannt ist hingegen, dass er auch einer der kompetentesten und innovativsten Investoren war.

John F. Wasik zeigt uns einen weitgehend unbekannten John Maynard Keynes. Wir erfahren, wie seine volkswirtschaftliche Ansichten sein Anlageverhalten beeinflusst haben und umgekehrt. So wandelte er sich vom Rohstoffspekulanten zum Value-Investor. Wasik arbeitet heraus: Keynes’ Einsichten zu Buy and Hold, Diversifikation oder den Vorzügen von Dividenden-Aktien sind zeitlos und sollten auch von Anlegern des 21. Jahrhunderts zur Kenntnis genommen werden. Nicht umsonst hat er großen Einfluss auf Star-Investoren wie Warren Buffett und George Soros ausgeübt. Zeit für einen Blick auf den Investor Keynes.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Keine Fusion mit der Commerzbank

Im vergangenen Jahr gab es bereits erste Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank über eine mögliche Fusion. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert sich jetzt Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke erneut zu dem Thema. Außerdem gibt er Entwarnung, was die neuen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Droht 2017 wieder ein Verlust?

Das Jahr 2016 haben Aktionäre der Deutschen Bank in böser Erinnerung. Damals schockte CEO John Cryan die Anteilseigener mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr wollte der Konzern wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Doch ausgerechnet die lange erwartete US-Steuerreform könnte … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Outperformance gegenüber DAX

Aktionäre der Deutschen Bank konnten sich zuletzt freuen: In den vergangenen Monaten lief das Papier deutlich besser als der Gesamtindex DAX. Auf Sicht von zwölf Wochen hat der Titel annähernd 20 Prozent gewonnen, während der DAX nur um 6,4 Prozent zulegte. Wie geht es jetzt weiter? mehr