Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Cryan plant Befreiungsschlag

Die Deutsche Bank denkt intern über radikale Schritte nach, um den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu bringen, so das Handelsblatt. Nicht nur ein Teilrückzug aus den USA wird diskutiert. Auch andere Bereiche stehen anscheinend auf der Kippe. Ob die Deutsche Bank noch Privatkunden in Italien und Spanien betreuen muss, steht genauso in Frage wie das US-Geschäft. Laut dem Handelsblatt wolle man sich hier nicht komplett zurückziehen. Aber mit den amerikanischen Konkurrenten kann Cryan hier längst nicht mehr mithalten. Bereits am Wochenende machten Spekulationen die Runde, dass die Deutsche Bank auf Druck der USA einen Teil des dortigen Geschäftes aufgeben müsste.

Kernkapitalquote zu gering

„Ein Rückzug aus dem Handel in den USA würde Eigenkapital freisetzen, das die Bank dringend braucht, um ihre selbst gesetzten Ziele zu erfüllen“, so ein Insider. Die Aufsicht schreibt der Deutschen Bank bis 2018 eine harte Kernkapitalquote von 12,25 Prozent vor, Cryan will 12,5 Prozent erreichen. Derzeit kommt das Geldhaus nur auf 10,8 Prozent.

Finger weg!

Etwas anderes als die Deutsche Bank zu schrumpfen, bleibt Cryan nicht übrig. Das scheint jetzt auch in Frankfurt angekommen zu sein. Bevor der CEO über Entlassungen oder eine neue Strategie nachdenkt, muss er aber erst die drohende Milliardenstrafe in den USA beilegen. Anleger meiden die Titel.

 


 

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