Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: In den USA vor dem Aus?

Der Deutschen Bank droht in den USA anscheinend nicht nur eine Milliardenstrafe. Nach Berichten der Welt am Sonntag fordern die Amerikaner auch, dass CEO Cryan das Amerika-Geschäft verkleinert oder ganz verkauft. „Änderungen beim Geschäftsmodell einerseits und eine Geldstrafe anderseits sind häufig die Bedingungen für einen Vergleich mit der US-Regierung“, meint ein Insider.

Heftiger Schlag

Kommt es am Ende tatsächlich so, wäre das für Cryan ein schwerer Schlag. Seine Vision, mit der Deutschen Bank wieder in der ersten Reihe der Investmentbanken mitzuspielen, würde einen ordentlichen Dämpfer erhalten. Zuletzt hatte das Geldhaus auch angekündigt, wieder mehr Marktanteile im Anleihe- und Aktienhandel, sowie bei der Unternehmensfinanzierung anzustreben. Die USA könnten der Bank hier einen Strich durch die Rechnung machen.

Ungewissheit geht weiter

Treffen die Forderungen der USA zu, könnte das der Grund sein, warum die Deutsche Bank noch keine Einigung im Hypothekenstreit erzielt hat. Das harte Vorgehen der Amerikaner lässt auch nichts Gutes für die Geldwäschevorwürfe in Russland erwarten. Dort ermittelt ebenfalls das US-Justizministerium. Die Aktien der Deutschen Bank bleiben für Anleger ein rotes Tuch.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: So geht das

Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzender John Cryan krempelt den Konzern radikal um. Neben einer strategischen Neuausrichtung geht er auch die Altlasten bei den Rechtsstreitigkeiten an. Fehltritte und verschiedene Vergehen kosteten die Bank in der Vergangenheit Milliarden. In den USA konnte man nun … mehr
| Andreas Deutsch | 1 Kommentar

Egbert Prior: Meine erste Aktie

Aller Anfang ist schwer an der Börse – das gilt sowohl für Profis als auch für Amateure. Exklusiv für den AKTIONÄR erinnert sich Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse, an sein erstes Investment. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hört doch endlich auf!

Am Anfang war es einfach nur lästig: Mehrere demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus forderten immer wieder Informationen von der Deutschen Bank über die Beziehungen zu Donald Trump. Der Konzern gilt als einer der größten Gläubiger des Präsidenten. Was anfangs nur wie ein politisches … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Eine Million ist zu wenig

Wer mehr als eine Million Euro anlegen kann, hat sich bislang bei der Deutschen Bank von „Normal-Investoren“ unterschieden. Der Konzern hat dieses Klientel gesondert von den normalen Privatkunden in der Vermögensverwaltung betreut. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die Bank will auch hier sparen. mehr