Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Brandbrief von Fed schickt Aktie auf Talfahrt

Deutsche Bank 20140722

Sie wundern sich, warum die Deutsche Bank nicht auf die Beine kommt. Nicht wirklich, oder? Nachdem am Montag bekannt wurde, dass das Institut Hedgefonds bei der Vermeidung von Steuerzahlungen in Milliardenhöhe behilflich war, gab es am späten Dienstagabend den nächsten Dämpfer. Das Wall Street Journal berichtete über "ernsthafte Probleme" bei der US-Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.

Brandbrief der Fed

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte die Tochter im Dezember einen Brandbrief der Federal Reserve Bank of New York erhalten. Die Notenbank als Aufsichtsbehörde habe darin unter anderem eine schlampige Buchführung, eine unzureichende Kontrolle und mangelhafte technische Systeme angemahnt, schrieb das Blatt.

Eine Sprecherin der Deutschen Bank ließ die schriftliche Anfrage nach einer Stellungnahme zunächst unbeantwortet. Gegenüber dem Wall Street Journal verwies ein Banksprecher darauf, dass das Geldhaus seine Kontrollen und Systeme "weiter stärke" und dazu auch neue Mitarbeiter einstelle. Die Notenbank Fed wollte keinen Kommentar abgeben.

Deutsche Bank; Chart;

Test der 26-Euro-Marke

Die Meldung hat die Aktie der Deutschen Bank an der New Yorker Börse auf Talfahrt geschickt. Bis zum Handelsschluss am Dienstag fiel der Kurs um annähernd drei Prozent. Anleger müssen damit rechnen, dass die Kursverluste heute in Deutschland nachgeholt werden und die wichtige 26-Euro-Marke einem erneuten Test unterzogen wird. Fazit: Bei der Deutschen Bank sind viel Geduld und Leidensfähigkeit gefragt. Allerdings sollten sich diese Kriterien auf lange Sicht auszahlen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr