Aixtron
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

DepotChamp: Aixtron-Konkurrent mit Zahlen - ist die Rallye zu Ende?

Die Aixtron-Aktie ist im laufenden Jahr um 19 Prozent im Kurs gestiegen. Allein seit der vergangenen Woche beträgt das Plus rund 12 Prozent. Am Donnerstag startet der TecDAX-Titel nun deutlich schwächer in den Handel - DER AKTIONÄR nennt die Gründe.

Was ist passiert?

Am Vorabend veröffentlichte Veeco Instruments die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2013 und das Gesamtjahr und gab zudem einen Ausblick auf die laufende Periode. Veeco ist der schärfste Konkurrent von Aixtron bei LED-Produktionsanlagen. Deutsche Investoren beobachten die Entwicklung des US-Konzerns sehr genau, um sich ein Bild von der Lage in der Branche zu machen.

Wie ist die Stimmung?

Geht so. Die Ergebnisse lieferten ein gemischtes Bild. Q4 und 2013 fielen bei Veeco durchwachsen aus, wobei die Gewinnprognosen der Analysten recht deutlich verfehlt wurden. Da die Branche seit Jahren in der Krise steckt ist das andererseits keine echte Überraschung.

Der Ausblick für Q1 und 2014 ist verhalten optimistisch. Veeco peilt in den ersten drei Monaten Erlöse von 85 bis 95 Millionen Dollar und eine Bruttomarge von 34 Prozent an. Analysten lagen beim Umsatz zwar etwas darunter, von einer generellen Trendwende bei MOCVD-Anlagen kann dennoch keine Rede sein. "Es ist noch zu früh, um von einem Turnaround zu sprechen", kommentierte Veeco-Chef John R. Peeler die Entwicklung.

Der Vorstandschef machte den Anlegern aber auch Hoffnung: "Wir beobachten einige ermutigende Entwicklungen, darunter die anhaltend hohe Maschinenauslastung bei unseren Großkunden." Veeco verhandelt zudem mit wichtigen Kunden über eine Ausweitung der Kapazitäten.
Wie geht es weiter?

Die Veeco-Aktie legte nach den Zahlen um 3,5 Prozent auf 42 Dollar zu. Die Reaktion der Anleger ist klar: Der ganz große Wurf war das nicht. In Deutschland hatten sich die Investoren ebenfalls mehr erwartet - Aixtron verliert im frühen Geschäft rund 1,3 Prozent auf 12,39 Euro.

DER AKTIONÄR hält an dem Depotwert vorerst fest. Solange die Aktie nicht deutlich unter die 12-Euro-Marke rutscht, bleibt das bullishe Szenario intakt.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "DepotChamp-Depot" von DER AKTIONÄR.

John R. Peeler,
John R. Peeler,

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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