Rocket Internet
- Nikolas Kessler - Redakteur

Delivery Hero glänzt mit starkem Wachstum – kann Rocket morgen mithalten?

Die Aktie von Rocket Internet kann am Montag deutlich zulegen. Neben dem freundlichen Gesamtmarkt sorgen die Zahlen von Delivery Hero für Unterstützung. Am morgigen Dienstag (25. April) ist Rocket dann selbst mit der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr an der Reihe.

Delivery Hero hat den Umsatz im Gesamtjahr 2016 um 97 Prozent auf 297 Millionen Euro gesteigert. Vor allem in den Regionen Mittleren Osten & Nordafrika (+148 Prozent) und Amerika (+117 Prozent) seien die Umsatzsteigerungen besonders deutlich ausgefallen, wie das Unternehmen mitteilte. Trotz anhaltend hoher Investitionen in weiteres Wachstum meldet Delivery Hero zudem eine „maßgebliche Ergebnisverbesserung“.

„Wir hatten ein fantastisches Jahr 2016 und rechnen damit, unseren starken Wachstumskurs 2017 und mittelfristig fortzuführen. Um diese Dynamik beizubehalten, werden wir weiter in den Ausbau unserer Führungsposition im Markt für Online-Essensbestellung und -Lieferung investieren“, so Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg in einem Pressestatement. „Wir prüfen hierfür verschiedene Finanzierungsoptionen, die uns zur Verfügung stehen, einschließlich eines potenziellen Börsengangs.“

Börsengang schon im zweiten Halbjahr?

Schon länger gilt Delivery Hero als eine der größten Börsenhoffnungen im Rocket-Kosmos. Die Start-up-Schmiede hält 37,7 Prozent der Anteile an dem Essenslieferdienst, der mit rund drei Milliarden Euro bewertet wird – und könnte gute News in Form von Beteiligungs-IPOs dringend gebrauchen.

Wenn Rocket am morgigen Dienstag selbst seine Jahresbilanz für 2016 vorlegt, rechnet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit einem Umsatzanstieg um rund 37 Prozent auf 176,4 Millionen Euro und einem kaum veränderten Ergebnis pro Aktie von -1,90 Euro (Vorjahr: -1,88 Euro).

Aktie meiden!

Unterstützt vom freundlichen Gesamtmarkt und dem Wachstum bei Delivery Hero kann die Aktie von Rocket Internet vor den Zahlen zulegen. Dass sich der langjährige Großaktionär Kinnevik teilweise zurückgezogen hat und JPMorgan Asset Management vor den Zahlen die Shortquote erhöht hat, wertet DER AKTIONÄR jedoch als Warnsignal. Ein Wiedereinstieg drängt sich auf dem aktuellen Niveau daher nicht auf.

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