DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

DAX im Brennpunkt: Experten schlagen Alarm

Die Bären haben am Montag wieder die Kontrolle übernommen. Schwache Konjunkturdaten aus den USA drückten den DAX unter die Marke von 11.000 Punkten. Charttechniker warnen vor erheblichen Kursrisiken.

Dem DAX könnte nach Einschätzung der Charttechnik-Experten der WGZ Bank ein deutlicherer Rückschlag drohen. Nach den zwei Tagen mit hohen Kursverlusten in der vergangenen Woche wäre eine stärkere Gegenbewegung wünschenswert gewesen, schrieb Analyst Stephen Schneider in einer Studie vom Montag. Da diese bisher ausgeblieben sei, habe sich das charttechnische Bild noch nicht aufgehellt.

Falls der DAX nicht zeitnah anziehe, spreche das Bild für einen Kursrutsch bis in den Bereich von 10.800 Punkten bis 10.650 Punkten.

Sollte dieses Niveau unterschritten werden, drohe sogar ein Rückgang bis in den Bereich von 10.000 Punkten. Die Abwärtsbewegung würde vermutlich bis Ende Oktober andauern. Fraglich wäre dann auch, ob die anschließend erwartete Jahresendrallye für deutliche Impulse sorgen könnte.

10.400 oder 11.600?

Auch die Charttechnik-Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sehen für den DAX kurzfristig Kursrisiken. Nachdem der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche den Bereich um die 10.892 Punkte getestet habe, würde ein nachhaltiger Rutsch unter diese Unterstützungszone vermutlich den Kursrückgang beschleunigen, schrieben die technischen Analysten Martin Siegert und Holger Frey in ihrem Wochenkommentar am Montag. Dann dürfte der DAX in den kommenden Wochen den Bereich um die 10.652 Punkte testen. Sollte diese Zone nicht gehalten werden, drohe ein Rutsch in die 10.400-Punkte-Zone.

Für deutlichere Kursgewinne muss den Experten zufolge hingegen die in der vergangenen Woche entstandene Kurslücke unterhalb von 11.293 Punkten geschlossen werden. Sollte dies gelingen, dürfte der DAX zunächst weiter steigen und den Widerstand bei 11.600 Punkten testen.

(Mit Material von dpa-AFX)


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