Daimler
- Marion Schlegel - Redakteurin

Daimler vor Deal mit Chinesen – Aktie vor Aufholjagd?

Der Autobauer Daimler will seine ostdeutschen Mercedes-Niederlassungen einem Zeitungsbericht zufolge an eine chinesische Firma verkaufen. Bei dem kurz vor dem Abschluss stehenden Deal sei das Unternehmen Lei Shing Hong (LSH) klarer Favorit, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" (Mittwoch). Die Firma aus Asien ist schon jetzt der größte Vertriebspartner von Daimler. Ende 2014 hatte der Stuttgarter Autokonzern bereits drei Niederlassungen in Thüringen an eine deutsche Tochterfirma der Chinesen verkauft.

Daimler wollte den geplanten Verkauf an LSH auf Anfrage zwar nicht bestätigen. Eine Sprecherin räumte aber ein, dass man seinen Mercedes-Benz-Vertrieb in der ganzen Bundesrepublik neu ausrichte. Dies gelte auch für 15 Niederlassungen in Ostdeutschland, etwa in Leipzig, Dresden, Magdeburg, Schwerin und Rostock. Es würden derzeit Gespräche geführt mit Interessenten, die "ernsthaftes Interesse" hätten. Die 15 Standorte - derzeit in einer konzerneigenen Gesellschaft gebündelt - sollen im Paket verkauft werden. Die Berliner Mercedes-Niederlassung wäre hierbei nicht betroffen.

Kursziel 110 Euro

Zuletzt haben die Analysten der Deutschen Bank ihr Anlagevotum für die Papiere des Autoherstellers aus Stuttgart nach dem Kapitalmarkttag mit Fokus auf dem Pkw-Geschäft mit "Buy" bestätigt. Das Kursziel liegt unverändert bei 110 Euro. Nach Ansicht von Analyst Tim Rokossa sei das Treffen mit dem Daimler-Management ermutigend gewesen. Mercedes-Benz ruhe sich auf seinen Erfolgen nicht aus.

DER AKTIONR bleibt für die Daimler-Aktie ebenfalls grundsätzlich positiv gestimmt und rät weiterhin zum Kauf. Seit dem Rekordhoch Mitte März dieses Jahres bei 96,07 Euro ist das Papier der Stuttgarter in den vergangenen Monaten leicht unter Druck geraten, die Unterstützung bei 80 Euro hat aber bislang gehalten. Am Dienstag hat die Daimler-Aktie um 0,7 Prozent auf 82,80 Euro wieder leicht zulegen können. DER AKTIONÄR sieht das mittelfristige Kursziel für die Aktie des Automobilriesen bei 110 Euro. Bereits investierte Anleger setzen zur Absicherung einen Stoppkurs bei 72,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)


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