Daimler
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Daimler: Das sagen die Analysten nach der Gewinnwarnung

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Nachdem der Stuttgarter Autobauer mit einer Gewinnwarnung, aufgrund der erhöhten Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt, die Anleger geschockt hat, melden sich die Analysten zu Wort.

Die US-Großbank JPMorgan stuft Daimler nach der Gewinnwarnung (Hier geht es zur Meldung von heute Morgen) weiterhin auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 85 Euro ein. Es sei laut Analyst Jose Asumendi hervorzuheben, dass der Autobauer bei seiner Mitteilung von einer Fortsetzung des Handelsstreits zwischen den USA und China, sowie einem Anstieg der chinesischen Importzölle auf 40 Prozent ab Juli ausgehe.

Als eher temporäre Belastung sieht Asumendi die neuen Verfahren für Verbrauchs- und Abgastest. Die Gewinneinschätzungen für das Jahr 2018 sowie 2019 schraubt der Analyst infolgedessen zurück, bleibt aber angesichts der neuen Modelle bei seiner Empfehlung.

Neue Empfehlung: „Verkaufen

Deutlich schockiert zeigen sich die Analysten der DZ Bank über die Neuigkeiten bei Daimler. Analyst Michael Punzet senkte in Folge der Gewinnwarnung die Empfehlung von „Halten“ auf „Verkaufen“ und stufte das Kursziel von 63 Euro auf 49 Euro ab. Ein satter Abschlag, den Punzet mit den anhaltenden Belastungen durch Nachrichten zu den Themen Zölle und Diesel begründet.

Ebenfalls das Kursziel abgestuft haben die Experten des Analysehaus Independent Research – von 68 Euro auf 63 Euro. Analyst Sven Diermeier senkt die Prognosen für den Stuttgarter Autobauer, wobei er betont, dass ein Teil der Belastungsfaktoren temporärer Natur sei. Die Empfehlung beließ Driemeier auf „Halten“.

Weitere Anpassungen der Unternehmensziele möglich

Die Meldung, so Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank, sei offensichtlich negativ und reihe sich in die jüngste Serie schlechter Nachrichten für die Anleger von Daimler ein. Unsicherheiten rund um die globalen Handelskonflikte, sowie die neuen Verfahren zu Verbrauchs- und Abgastests könnten die Stuttgarter zu weiteren Anpassungen der Unternehmensziele zwingen.

Allerdings, so Rokossa, sollte die Dividendenrendite den Aktien eine gewisse Unterstützung bieten. Der Analyst belässt die Empfehlung auf „Buy“ und sieht Daimler weiterhin mit 90 Euro fair bewertet.

Aktie deutlich unter Druck

An den Kapitalmärkten wird die Nachricht Daimlers verheerend aufgefasst. Im Laufe des Handelstages geraten die Papiere des Autobauers deutlich unter Druck und stehen mit einigen Prozentpunkten am DAX-Ende. Mit dem Rutsch unter die charttechnisch wichtige 60-Euro-Marke, gerät das Tief von 50,89 Euro von Juli 2016 wieder in den Fokus.

Beschließen die USA weitere Einfuhrzölle für den US-amerikanischen Markt, wäre ein weiteres Abstürzen der Aktie denkbar. Anleger sollten derzeit an der Seitenlinie verharren.

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