- Michael Schröder - Redakteur

36.000 Prozent Kursgewinn: Cynk - das Phänomen der Wall Street

Das Rätsel der Stunde. Das quasi wertlose Internetunternehmen Cynk versetzt derzeit die US-Börsen in Aufregung: Obwohl die Firma weder Vermögenswerte besitzt, noch Umsatz macht, ist sie zum absoluten Top-Perfomer geworden. Innerhalb weniger Tage stieg der Wert der unbekannten Tech-Firma Cynk um 36.000 Prozent.
Für die Süddeutsche Zeitung ist die Cynk Technology Corp. die derzeit kurioseste Aktie der Welt. Keine Mitarbeiter, keine Umsätze, kein Vermögen - und auf dem Papier trotzdem fast vier Milliarden Dollar wert. Die Frankfurter Allgmeine (FAZ) beschreibt das Phantomunternehmen wie folgt: Ein Internetunternehmen mit Sitz im zentralamerikanischen Kleinstaat Belize, das weder Vermögenswerte hat noch Umsätze macht und dessen Vorstandsvorsitzender in Personalunion sein eigener Sekretär ist. Diese ungewöhnliche Unternehmen ist über Nacht zum Senkrechtstarter an der Wall Street geworden. Der Kurs der Aktie, die im Mai noch mit sechs Cent ein Pennystock war, hat in den vergangenen Tagen ohne erkennbaren Grund zum Höhenflug angesetzt.
Das Manager Magazin hebt hervor, dass das Phänomen in US-Medien bereits heftig diskutiert wird: Cynk betreibt angeblich ein soziales Netzwerk, ähnlich also wie Facebook, Twitter und andere. Das hat die Phantasie der Börsianer offenbar angeregt, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Zwar gibt es die Website Introbiz.com, die angeblich von Cynk betrieben wird. Das Ergebnis einer Recherche von Business Insider zu dieser Website lässt sich allerdings am besten so zusammenfassen: Die Plattform ist offensichtlich tot.
Fazit: Die Kursrallye von Cynk hat ebenso wenig Substanz wie das Unternehmen selbst. Finger weg!

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