Commerzbank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Commerzbank und Co: Im Notfall hilft der Staat

Bei den anstehenden Stresstests für Banken wollen die EU-Staaten auf nationaler Ebene Hilfen für Geldhäuser mit Kapitallücken bereithalten. Dazu haben sich die EU-Finanzminister am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel verpflichtet. Die Mitgliedstaaten würden "spezifische und ehrgeizige Strategien" sicherstellen, heißt es darin. Die Minister unterstreichen in dem Text, dass zuerst die Anteilseigner einer Bank einspringen sollen, wenn diese in Schieflage gerät. Sollten die nationalen Hilfen nicht ausreichen, könnte als letztes Mittel Unterstützung von europäischer Ebene kommen - etwa vom Rettungsschirm ESM.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will im Frühjahr rund 130 Großbanken in den Euroländern auf mögliche Risiken prüfen, bevor sie die Aufsicht über die Geldhäuser übernimmt. Als Datum für den Start der Bankenaufsicht nennt die Erklärung den 4. November 2014.

8-Prozent-Grenze

Die Forderungen der EZB sind unter anderem eine Kernkapitalquote von mindestens sieben Prozent plus ein Sicherheitspolster von einem Prozent. Die Deutsche Bank ist bereits auf der sicheren Seite: Die Kernkapitalquote wurde von 10 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 13 Prozent ausgebaut.

Die Commerzbank liegt derzeit knapp über den Anforderungen. Die Zahlen für das dritte Quartal waren besser als erwartet. Die Bank kommt beim Abbau ihrer Bilanzrisiken gut voran. Die Commerzbank hatte die Kernkapitalquote im dritten Quartal bei vollständiger Anwendung von Basel 3 auf 8,6 Prozent und nach Übergangsregelungen auf 11,0 Prozent gesteigert.

Einstiegschancen

Ob derzeit der Einstieg bei Commerzbank oder einer anderen Bankaktie lohnt, erfahren Sie im neuen Aktienreport Commerzbank und Co: Europas heißeste Bankaktien.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Keine Panik – Story bleibt intakt

Der Kurs der Commerzbank-Aktie ist in dieser Woche wie der Gesamtmarkt unter Druck geraten. Gerade Finanztitel litten unter den geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea. Anleger sollten jedoch nicht in Panik verfallen. Der jüngste Kursrückgang bietet eine lukrative Einstiegschange. mehr
| Fabian Strebin | 1 Kommentar

Commerzbank: Steigt der Bund aus?

Die Aktie der Commerzbank gibt heute wieder Vollgas und führt mit einem Plus von mehr als drei Prozent den DAX an. Der Grund: Nach der Bundestagswahl im September könnte sich der Finanzminister schnell von den Commerzbank-Anteilen trennen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank ist die Nummer 1

Der Euro Stoxx Banks als europäischer Branchenindex für Finanzinstitute hat eine fulminante Rallye hinter sich: Auf Sicht von zwölf Monaten stieg das Börsenbarometer um mehr als 60 Prozent. Im Vergleich zum Kursplus der Commerzbank-Aktie ist das allerdings schwach. Denn die Notierung legte im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Schlechter als erwartet, aber…

Die Commerzbank hat im zweiten Quartal das Nettoergebnis von plus 209 auf minus 624 Millionen Euro verschlechtert und damit auch die Schätzungen der Analysten von minus 556 Millionen Euro verfehlt. Allerdings hatte der Vorstand schon zuvor die Erwartungen gedämpft und dabei auf Rückstellungen für … mehr